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Das Gesundheitsamt des Westerwaldkreises hat Mitarbeiter eines Fleischbetriebes in Hilgert vorsorglich auf das Corona-Virus getestet. Am Mittwoch sollen die Ergebnisse vorliegen.

Grund für die Tests waren nach Angaben des Kreisgesundheitsamtes die Corona-Ausbrüche in mehreren Schlachtbetrieben in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Deshalb werden jetzt auch die Mitarbeiter in rheinland-pfälzischen Fleischbetrieben überprüft. Die 36 Mitarbeiter des Fleischbetriebes "Westerwald Fleisch Mink & Wüst GmbH" in Hilgert wurden am Vormittag nacheinander mithilfe eines Rachenabstrichs getestet.

Mitarbeiter arbeiten nur noch in Kleingruppen

Nach Angaben des Gesundheitsamtes sollen die Ergebnisse der 36 Mitarbeiter bereits am Mittwoch vorliegen. Falls es einen positiven Fall geben sollte, müssten danach die Kontaktpersonen im Betrieb ermittelt werden. Laut der Leiterin des Gesundheitsamtes, Sarah Omar, wären das im Falle des Fleischbetriebes aus Hilgert vermutlich zwischen drei bis vier Personen. Denn seit Beginn der Corona-Pandemie würden die Mitarbeiter nur noch in Kleingruppen und mit Abstand zusammenarbeiten.

Ausmaß wie in Nordrhein-Westfalen eher unwahrscheinlich

Ein Ausmaß wie etwa in Nordrhein-Westfalen hält die Gesundheitsamts-Leiterin daher nach eigenen Angaben für eher unwahrscheinlich. Beim Fleischverarbeiter Tönnies in Nordrhein-Westfalen und auch in anderen Schlachtbetrieben hatte es unter Werkvertrags-Arbeitern mehr als 1.000 Corona-Infektionen gegeben. Die Tests in Hilgert seien dagegen eine reine Vorsichtsmaßnahme, sagte Sarah Omar dem SWR.

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