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Steigende Corona-Fallzahlen und neue Einschränkungen des öffentlichen Lebens - alle aktuellen Infos zur Corona-Pandemie sammelt das SWR Studio Koblenz in einem Corona-Blog für den Norden von Rheinland-Pfalz.

Sonntag 20. Dezember

+++ Mehr als 60 Infizierte in Nassauer Seniorenheim +++
19:10 Uhr

Nach einem Coronavirus-Ausbruch in einer Pflegeinrichtung in Nassau um Rhein-Lahn-Kreis steigt die Zahl der Infizierten. Nach Angaben des Kreisgesundheitsamtes sind inzwischen mehr als 60 Bewohner und Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden. Außerdem ist nach einem ersten Todesfall in der Nacht ein weiterer Bewohner im Laufe des Tages gestorben. Um die Lage in den Griff zu bekommen, wurde die Gruppe der Infizierten inzwischen von den Nicht-Infizierten getrennt. Nach Angaben der Kreisverwaltung gibt es mittlerweile auch einen akuten Personal-Engpass, weil auch viele Mitarbeiter infiziert sind. Es sei deswegen eine Ausnahmegenehmigung erteilt worden, teilte der Kreis mit. Damit dürften auch infizierte Pflegekräften weiter arbeiten, wenn sie keine Symptome hätten - allerdings nur in den Bereichen mit infizierten Bewohnern. Insgesamt wohnen in der Einrichtung etwa 100 Senioren.

Samstag 19. Dezember

+++ Deutlich mehr digitale Museumsbesuche im Arp-Museum +++
14:30 Uhr

Immer mehr Kunstinteressierte besuchen das Arp-Museum in Remagen- Rolandseck digital. Nach Angaben des Museums stieg die Zahl der Besucher auf der Homepage des Arp-Museums in diesem Jahr um mehr als ein Drittel auf fast 190.000. Die Klickzahlen für den Blog des Museums hätten sich seit Beginn der Corona-Pandemie verdoppelt, sagte eine Mitarbeiterin. Das Museum will die digitalen Angebote nach eigenen Angaben weiter ausbauen. In diesem Jahr schauten sich rund 44.000 Besucher die Ausstellungen im Arp-Museum in Remagen-Rolandseck an. Das seien nur 6.000 Besucher weniger als im Vorjahr, teilte das Museum mit.

Freitag (18. Dezember)

+++ Krankenhaus in Selters hat Aufnahmestopp +++
14:21 Uhr

Das Krankenhaus in Selters im Westerwald nimmt derzeit keine neuen Patienten mehr auf. Hintergrund ist, dass nach Angaben des Krankenhauses derzeit einige Mitarbeiter mit dem Corona-Virus infiziert sind und nicht arbeiten können. Die Belastung für die Mitarbeiter im Krankenhaus sei sehr hoch. Wie das Krankenhaus mitteilt, werden die Mitarbeiter jeden Tag auf Corona getestet. Derzeit seien bereits rund 2.000 Tests gemacht worden. Aktuell würden im Krankenhaus in Selters sieben Patienten, die sich mit Corona infiziert haben, behandelt. Zwei Patienten davon würden auf der Intensivstation liegen.

+++ Amateurfußballer im Rheinland spielen erst wieder Ende Februar +++ 12:25 Uhr

Die Amateurfußballer in der Großregion Koblenz dürfen nach Angaben des Fußballverbandes Rheinland frühestens wieder Ende Februar spielen. Nach Angaben des Präsidiums sei dafür aber die aktuelle Verfügung von Bund und Ländern notwendig. Hintergrund der Entscheidung sei die derzeitige Infektionslage, nach der auch für den gesamten Januar nicht mit Lockerungen zu rechnen sei. Mindestens zwei Wochen vor Wiederaufnahme des Spielbetriebs würden die Vereine entsprechend informiert.

+++ Koblenzer Erzieher fordert mit Online-Petition Kita-Schließungen +++ 9:55 Uhr

Ein Erzieher aus Koblenz will mit einer Online-Petition erreichen, dass auch Kinder- Tagesstätten bis zum 11. Januar geschlossen werden. Es solle nur noch einen Notbetrieb geben, wie im Frühjahr im ersten Lockdown. Ziel sei, die Gesundheit der Erzieher in Kitas zu schützen. Die Online-Petition fordert außerdem Corona-Schnelltests für Kita-Mitarbeiter. Der reine Appell der Landesregierung an die Eltern, ihre Kinder nach Möglichkeit zu Hause zu betreuen, reiche nicht aus, sagt der Initiator der Petition. "Wir sind in einer Notlage, deshalb brauchen wir auch einen Notbetrieb in den Kitas", heißt es weiter. Auf der Internetseite werden mittlerweile mehr als 12.000 Unterstützer in Rheinland-Pfalz gezählt. Jetzt wird eine Stellungnahme vom Land gefordert.

Donnerstag (17. Dezember)

+++ Kirchen wollen an Weihnachtsgottesdiensten festhalten +++
17:10 Uhr

Die christlichen Kirchen im Norden des Landes wollen trotz der hohen Corona-Fallzahlen an Weihnachtsgottesdiensten festhalten. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Bätzing aus Limburg, sagte, die Gemeinden hätten seit dem Frühjahr umfangreiche Hygiene- und Schutzkonzepte erarbeitet und umgesetzt, die sich bewährt hätten. Weihnachten sei ein zentrales Glaubensfest. Es sei wichtig, dass die Gottesdienste an den Festtagen unter bestimmten Auflagen gefeiert werden könnten. Auch die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau will Gottesdienste an Weihnachten nicht absagen. Die Hygienekonzepte der klassischen Gottesdienste stimmten. Dazu zählten neben Abstand, Masken und Verzicht auf Gesang auch eine vorherige Anmeldung.

+++ Unsicherheit wegen geöffneter Geschäfte in Koblenz +++
15:50 Uhr

Die Entscheidung welche Geschäfte im Lockdown geöffnet beziehungsweise geschlossen sind, ist nach Angaben des Einzelhandelsverbandes Mittelrhein-Rheinhessen-Pfalz nicht eindeutig geregelt. So dürften manche Läden, die schwerpunktmäßig Lebensmittel oder Drogerieartikel verkaufen auch weitere Bereiche für den Verkauf öffnen, während andere Geschäfte diese Bereiche absperren müssten. Das zuständige Ordnungsamt würde dies je nach Stadt unterschiedlich regeln, heißt es vom Verband. Seit Mittwoch gilt in ganz Deutschland ein harter Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

+++ Viele Seniorenheim-Bewohner mit Corona infiziert +++
13:40 Uhr

Auch in den Alten- und Pflegeheimen im Norden des Landes haben die Corona-Fälle in den vergangenen Wochen stark zugenommen. Das hat eine Umfrage des SWR bei den Kreisverwaltungen ergeben. Im Kreis Neuwied sind derzeit 574 Corona-Infektionen bekannt. Rund 200 davon gehen auf Alten- oder Pflegeheime zurück. Insgesamt sind nach Angaben der Kreisverwaltung acht Einrichtungen betroffen. Auch im Rhein-Lahn-Kreis gibt es Fälle unter Seniorenheim-Bewohnern. 60 der insgesamt 255 aktiven Corona-Fälle sind dem zuzuordnen. Größere Hotspots sind derzeit aber nicht bekannt. Im Kreis Mayen-Koblenz und der Stadt Koblenz gibt es rund 150 infizierte Heimbewohner in insgesamt elf Häusern. Auch im Westerwald sind vereinzelt Bewohner von Seniorenheimen positiv getestet worden. Allerdings habe es keine größeren Ansteckungsherde gegeben.

Dienstag (15. Dezember)

+++ Kritik über Kita-Regelbetrieb aus dem Rhein-Lahn-Kreis +++
12:20 Uhr

Im Rhein-Lahn-Kreis kritisieren mehrere Leiterinnen von Kindertagesstätten, dass sie im anstehenden Corona-Lockdown im Regelbetrieb weiterarbeiten müssen. Das hatte das Land Rheinland-Pfalz so entschieden. Schulen und viele Geschäfte müssen dagegen ab Mittwoch schließen. Das Infektionsrisiko in den Kitas würde von der Politik nicht ernst genommen, kritisiert die Leiterin der Kita „Lahnpiraten“ in Nassau. Die Leiterin der Waldwichtel-Kita aus Dausenau bemängelt, dass die Erzieherinnen die Eltern nun selbst bitten müssten, ihre Kinder zu Hause zu versorgen. Die meisten Eltern würden allerdings verständnisvoll reagieren.

+++ Besuche in der Verwaltung nur mit Termin möglich +++
9:30 Uhr

Im Kreis Ahrweiler und im Westerwaldkreis sind ab sofort Besuche im Bürgerbüro, der Zulassungsstelle oder im Bauamt nur noch mit einem Termin möglich. Für den Kreis Neuwied gilt die Terminpflicht ab Mittwoch. Im Kreis Cochem-Zell dürfen nur Müllsäcke oder Führerscheine spontan abgeholt werden. Einige Kommunen, wie die Stadt Koblenz, bitten außerdem darum, vorher zu klären, ob ein persönlicher Besuch überhaupt nötig ist. Viele Themen könnten auch telefonisch oder per Mail geklärt werden. Bei den Kommunen können Termine telefonisch, per Mail oder online vereinbart werden.

Montag (14. Dezember)

+++ Kreis Mayen-Koblenz stellt Impfzentrum in Polch vor +++
10:30 Uhr

Der Kreis Mayen-Koblenz hat am Montagvormittag sein Impfzentrum in Polch vorgestellt. Die Maifeldhalle in Polch biete gute Rahmenbedingungen um dort Impfungen gegen das Corona-Virus durchzuführen, sagte Landrat Alexander Saftig. Die Vorbereitungen zur Inbetriebnahme des Impfzentrums seien abgeschlossen, so dass nach Zulassung des Corona-Impfstoffes mit den Impfungen begonnen werden könne.

+++ Erfolgreicher Probebetrieb im Corona-Impfzentrum im Kreis Neuwied +++
8:10 Uhr

Das zentrale Corona-Impfzentrum in Oberhonnefeld im Kreis Neuwied ist einsatzbereit. Nach Angaben des Krisenstabes ist der Probebetrieb in einer Gewerbehalle am Sonntag erfolgreich gewesen. Jetzt warte man nur noch auf den Impfstoff. Außerdem sucht der Kreis Neuwied für das zentrale Corona-Impfzentrum noch medizinisches Personal und freiwillige Ärzte.

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