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In einem Seniorenheim im Koblenzer Stadtteil Lützel hat es einen großen Corona-Ausbruch gegeben. 54 Bewohner und 11 Mitarbeiter des Pflegepersonals haben sich infiziert.

Bislang wurden 51 der 94 Bewohner und 37 der 120 Mitarbeiter geimpft. Es haben sich also mehr als die Hälfte der Bewohner und Angestellten mit Corona angesteckt. Problematisch ist der Ausbruch auch deshalb, weil in dieser Woche die zweiten Corona-Impfungen geplant waren. Die Termine dafür wurden nun auf die nächste Woche verschoben. Ob vier oder fünf Wochen zwischen der ersten und der zweiten Impfung liegen, ist nach Angaben des Heim-Trägers nicht entscheidend. Die Erstimpfungen waren am 30. Dezember.

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Jetzt will das Heim die Zweitimpfungen abschließen. Danach sollen auch noch mehr Bewohner und Mitarbeiter eine Erstimpfung bekommen. Bei Corona-Patienten, die akute Symptome wie Fieber zeigen, empfiehlt das Robert-Koch-Institut allerdings, von einer Impfung abzusehen.

Bereits Anfang November gab es einen kleineren Corona-Ausbruch in einer separaten Wohngruppe des Seniorenheims. Beim zweiten Ausbruch jetzt ist das gesamte Altenheim betroffen. Wie es zu den Infektionen kam, ist noch unklar. Der Träger sagte im Gespräch mit dem SWR, es sei streng auf Hygiene geachtet worden. Im gesamten Gebäude seien Masken getragen worden. Außerdem gebe es ein Besuchsverbot.

Impfstoff wirkt nicht sofort

Es haben sich auch 26 Bewohner infiziert, die die Erstimpfung bereits erhalten haben. Für den Impfstoff von Biontech und Pfizer lässt sich laut der Hersteller zwölf Tage nach der ersten Impfung ein Impfschutz nachweisen. Der Anteil der Teilnehmer der Zulassungsstudie, die sich trotz Impfung infiziert hatten, war schon zu diesem Zeitpunkt deutlich geringer als in der Vergleichsgruppe. Trotzdem ist es auch zwölf Tage nach der Erstimpfung noch möglich, sich mit Corona zu infizieren.

Eine vollständige Sicherheit gibt es auch dann nicht: Nach den Studien zu den Impfstoffen von Biontech und Moderna liegt sie bei etwa 95 Prozent.

Impftermine müssen verschoben werden

In ganz Rheinland-Pfalz müssen Impftermine verschoben werden, weil es einen Lieferengpass gibt. Das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium teilte in einer Pressemitteilung mit, dass trotz der Lieferengpässe alle notwendigen Zweitimpfungen für Alten- und Pflegeheime gesichert seien.

Alle Mitarbeiter und Bewohner in den Heimen, die eine Erstimpfung bekommen wollen, könnten diese auch bekommen. Die Zweitimpfung sollen zukünftig vier Wochen nach der Erstimpfung erfolgen, also eine Woche später als bislang.

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