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In der Justizvollzugsanstalt in Diez ist Corona ausgebrochen. Sechs JVA-Bedienstete und zwei der fast 500 Gefangenen seien mit dem Coronavirus infiziert, teilte die Gefängnisleitung auf SWR-Anfrage mit.  

Die infizierten Gefangenen seien in Quarantäne auf einer speziellen Quarantänestation und würden von medizinischem Personal fachgerecht betreut. Bislang seien keine schweren Verläufe bekannt.

Die Infizierten in der Quarantäne könnten telefonieren und in eine Einzelfreistunde gehen. Gespräche mit den Fachdiensten, etwa der Kontakt zum Psychologischen Dienst, seien auch weiterhin möglich.

Einschränkungen für Insassen

Der Vorsitzende des Bundes der Strafvollzugsbediensteten in Rheinland-Pfalz, Winfried Conrad, sagte, der normale Tagesverlauf im Gefängnis sei eingeschränkt worden, weil durch die Corona-Fälle momentan Personal fehle.

Nach Angaben der JVA sei das Arbeiten und die Freizeitangebote deutlich eingeschränkt. In der Schlosserei und der Schreinerei werde zum Beispiel gerade nicht gearbeitet. Gefangene dürfen sich auch nicht gegenseitig in den Zellen besuchen, um zum Beispiel Karten zu spielen.

Keine Besuche wegen Corona

Wegen der hohen Corona-Fallzahlen durfte es über Weihnachten keine Angehörigenbesuche in den Gefängnissen geben. Nach den Erkenntnissen der Gewerkschaft soll der Lockdown in der JVA Diez zunächst bis zum 5. Januar dauern. Neu aufgenommene Gefangene werden zunächst isoliert und 14 Tage beobachtet.

Koblenz

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