Eine Hand steckt eine Ein-Euro-Münze in eine Geldsammelbüchse. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Hohe Spendenbereitschaft bei "Aktion Deutschland Hilft"

Mehr als 260 Millionen an Spenden nach Flutkatastrophe

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Die Spendenbereitschaft nach der Flut vor rund drei Monaten war "beispiellos", so das Bündnis "Aktion Deutschland Hilft". Das Geld fließe in akute Nothilfe, mittelfristige Hilfe und den Wiederaufbau.

Mit bisher rund 75 Millionen Euro an Spenden hätten Helfer aus dem Zusammenschluss "Aktion Deutschland Hilft" mehr als 80 Kommunen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz konkrete Hilfe geleistet, so Manuela Roßbach vom Bündnis "Aktion Deutschland hilft" aus Bonn. Nach ihren Angaben wurden etwa Flutopfer und Helfer medizinisch versorgt und sollen auch weiter professionell von Therapeuten begleitet und unterstützt werden.

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Die Aufräumarbeiten im Ahrtal seien mit Solarbeleuchtung, Werkzeugen, Notstromaggregaten, Bautrocknern und Transportmöglichkeiten unterstützt worden. Außerdem seien auch Waschmaschinen und Kühlschränke verteilt worden. Weitere Hilfe werde in der kalten Jahreszeit nötig sein.

Viele Flutopfer im Ahrtal sind traumatisiert

Viele Menschen seien psychisch stark belastet und ausgebrannt, so Georg Khevenhüller, Präsident des Malteser Hilfsdienstes, der Teil des Aktionsbündnisses ist. "Mindestens genauso wie die materiellen Schäden muss den seelischen Verletzungen begegnet werden", heißt es weiter. Die Malteser wollten das Miteinander fördern und zu einem geregelten Alltag beitragen. So sollten mit Blick auf das Weihnachtsfest zum Beispiel kleine Veranstaltungen für die Orte im Flutgebiet organisiert werden.

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Nach Einschätzung von Helfern kann im besonders von dem Hochwasser betroffenen Ahrtal von Normalität noch lange "keine Rede" sein. Zwar seien viele Verwüstungen inzwischen schon beseitigt, sagt der Vorstandssprecher des Hilfswerks action medeor, Sid Peruvemba. Zudem seien viele Menschen traumatisiert, viele hätten umziehen müssen, die Dorfgemeinschaften hätten sich verändert. "Das alles muss verarbeitet werden", so der Sprecher.

Wie kann der Alltag in die Dörfer im Ahrtal zurückkehren?

Der Wiederaufbau werde sicherlich noch Monate dauern. Parallel zur Nothilfe habe sich das Hilfswerk am Wiederaufbau zerstörter Infrastruktur beteiligt. Dazu zählten den Angaben zufolge etwa Multifunktionscontainer, die von Arztpraxen und Apotheken genutzt werden.

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Derzeit zeige sich, dass insbesondere alte, kranke und pflegebedürftige Menschen ihre Heimat verlassen hätten, fügte Peruvemba hinzu. In Zusammenarbeit mit örtlichen Organisationen werde nach "intelligenten Lösungen" für sie gesucht.

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