STAND

Am kommenden Sonntag wird in Koblenz eine 500-Kilo-Bombe entschärft. 5.000 Bürger müssen ihre Wohnungen verlassen. Die Klinik Brüderhaus und eine Seniorenresidenz müssen geräumt werden.

Mitarbeiter der Stadt Koblenz verteilen ab Dienstag Infoblätter an die betroffenen Haushalte. Die Bürger werden darüber informiert, dass sie in der Sporthallen der Carl-Benz-Berufsschule und des Schulzentrums auf der Karthause unterkommen können. 5.000 Menschen sind von der Evakuierung betroffen.

Am Sonntag wird ab 7:30 Uhr ein Busshuttle an allen Haltestellen im Evakuierungsgebiet eingerichtet. Hilfebedürftige Menschen können sich an einem Info-Telefon der Feuerwehr melden. Sie werden dann abgeholt und zur Unterkunft gebracht. In den Unterkünften gelten Corona-Abstandsregeln und die Maskenpflicht. Die Kontaktdaten werden erfasst.

Evakuierungszone für die Bombenentschärfung am Sonntag, den 18. Oktober (Foto: Stadt Koblenz)
Evakuierungszone für die Bombenentschärfung am Sonntag, den 18. Oktober Stadt Koblenz

Klinik-Patienten werden verlegt

Wie die Stadt mitteilt, müssen für die Bombenentschärfung auch die Klinik Brüderhaus und die Seniorenresidenz St. Barbara evakuiert werden. Das Brüderhaus wird, soweit möglich, vorher alle Patienten entlassen. Wie die Stadt mitteilt, werden behandlungsbedürftige Patienten im Marienhof versorgt.

Die Seniorenresidenz habe die Evakuierung bereits durchgeplant. Die Bewohner würden während der Entschärfung der Bombe in einer anderen Einrichtung untergebracht. Wie die Stadt mitteilt, werden sie nicht mit den dortigen Bewohnern in Kontakt kommen. Das soll dem Schutz vor dem Coronavirus dienen.

Keine Coronafälle im Evakuierungsgebiet

Nach aktuellem Stand gebe es im gesamten Evakuierungsgebiet keine mit dem Coronavirus infizierten Personen und keine Menschen, die sich in Quarantäne befinden. Für den Fall, dass es bis zur Bombenentschärfung Betroffene geben sollte, könnten die Infizierten gemeinsam untergebracht werden.

Bereits ab Donnerstag sollen nach Angaben der Stadt am Fundort der Bombe Hochseecontainer rund um den Blindgänger aufgebaut werden. Sie sollen mit Wasser gefüllt werden und so die Umgebung schützen, falls die Bombe explodieren sollte.

500-Kilo-Bombe bei Bauarbeiten gefunden Nur noch 5.000 Koblenzer müssen Wohnungen verlassen

Bei der Bombenentschärfung in Koblenz am 18. Oktober müssen nur noch 5.000 Menschen ihre Wohnungen vorsorglich räumen. Zunächst hatte die Stadt von 15.000 Einwohnern gesprochen.  mehr...

STAND
AUTOR/IN