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Sechs Werke des Künstlers Anselm Kiefer aus dem Ludwig Museum in Koblenz haben die Rückkehr aus China offenbar ohne Schäden überstanden. Sie waren in China verloren gegangen und sind seit Freitag wieder in Deutschland.

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Schon im Januar waren die Werke in einer Lagerhalle in Shenzhen wieder aufgetaucht. Ein chinesisches Museum weigerte sich allerdings, sie herauszugeben. Entscheidend beteiligt an der Rückkehr der Werke war offenbar ein Galerist aus Hamburg. Er sei in den letzten Monaten immer wieder nach China geflogen und habe dort Gespräche mit allen Beteiligten geführt. Es habe eine Reihe von Missverständnissen gegeben, die nun aus dem Weg geräumt seien.

Auch Werke anderer Künstler verschwunden

Die Stadt Koblenz hat die Rückgabe der Werke inzwischen bestätigt. Mit den Bildern Kiefers waren in China auch zahlreiche Werke anderer deutscher Künstler im Wert von mehr als 300 Millionen Euro verschwunden. Anselm Kiefer gilt als einer der bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Künstler nach dem Zweiten Weltkrieg. Die sechs Bilder, die jetzt wieder aufgetaucht sind, haben einen Millionenwert.

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Zoll hat Überprüfung abgeschlossen

Nach Angaben des Koblenzer Oberbürgermeisters David Langner (SPD) wurden die sechs Werke von Anselm Kiefer direkt nach der Landung in Köln ausgiebig untersucht. Auch der Zoll am Flughafen habe seine Überprüfung inzwischen abgeschlossen. Die Werke gehen nach Angaben von Langner jetzt an die Eigentümer zurück, von denen nach SWR-Informationen mindestens zwei in Rheinland-Pfalz leben. Sie hatten die Kiefer-Kunstwerke an das Ludwig-Museum in Koblenz ausgeliehen und von wo aus sie auf eine Wanderausstellung durch China geschickt worden waren.

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