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Wegen der niedrigen Inzidenzzahlen hatten viele Krankenhäuser im Norden von Rheinland-Pfalz ihre Besuchsregeln bereits gelockert. Jetzt ziehen weitere nach.

Katholisches Klinikum Koblenz-Montabaur
Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein
Herz-Jesu-Krankenhaus Dernbach
Klinikum Mittelmosel in Zell
Verbundkrankenhaus Linz-Remagen
DRK Krankenhaus Altenkirchen-Hachenburg
DRK Krankenhaus Neuwied

Katholisches Klinikum Koblenz-Montabaur: Wieder Besuche erlaubt

Das Katholische Klinikum Koblenz-Montabaur hat die Regeln Ende Juni gelockert, wie die Klinik auf ihrer Homepage schreibt. Jeder Patient darf demnach für eine Stunde einen Besucher oder eine Besucherin pro Tag empfangen. Ausnahmen gelten für werdende Väter. Diese dürfen den Angaben zufolge uneingeschränkt vor, während und nach der Geburt zu den werdenden Müttern.

Alle Besucherinnen und Besucher sowie alle Patienten, die stationär aufgenommen werden, brauchen laut Klinik außerdem einen negativen PCR- oder negativen Schnelltest. Dieser dürfe nicht älter sein als 48 Stunden.

Lockerungen auch im Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein

Ähnliches gelte ab Donnerstag, dem 1. Juli, auch für die Kliniken des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein. Angehörige könnten eigenen Angaben zufolge wieder Patienten in den fünf Krankenhäusern Kemperhof und Stift in Koblenz, Mayen, Nastätten und Boppard besuchen - und zwar zwischen zwei und zweieinhalb Stunden am Nachmittag. Pro Patient oder Patientin sei auch hier eine Besuchszeit von einer Stunde am Tag erlaubt. Besucherinnen und Besucher müssten einen Besuchsschein ausfüllen, einen medizinischen Mundschutz tragen und geimpft, genesen oder negativ getestet sein. Für frisch gebackene und werdende Väter, Besuche in der Kinder- und Jugendmedizin, von Schwer- und Demenzkranken, oder die Verabschiedung von Verstorbenen gelte nach wie vor eine Ausnahmeregelung.

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Herz-Jesu-Krankenhaus Dernbach hat Regeln gelockert

Das Herz-Jesu-Krankenhaus in Dernbach hat seine Besuchsregelungen bereits seit dem 14. Juni angepasst. Besucher dürften das Haus mit Einschränkungen wieder betreten, heißt es auf der Homepage. Demnach dürfen Patienten zwischen 14 und 18 Uhr jeweils einen Besucher pro Tag für die Dauer von einer Stunde empfangen. Davon ausgeschlossen sei die Station für Neuaufnahmen. Dort sind den Angaben zufolge weiterhin keine Besuche möglich.

Negatives Testergebnis Pflicht für alle Besucher

Besucher müssten ein negatives Corona-Testergebnis einer offiziellen Teststelle vorlegen, das nicht älter als 48 Stunden sein dürfe. Die Testpflicht gelte für alle Besucher - unabhängig vom Impfstatus, heißt es. Während des Besuchs müssen demnach durchgehend eine FFP2-Maske getragen und die geltenden Abstands- und Hygiene-Regeln eingehalten werden.

 Herz-Jesu-Krankenhaus in Dernbach (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Das Herz-Jesu-Krankenhaus in Dernbach hat seine Besuchsregeln bereits gelockert. Picture Alliance

Klinikum Mittelmosel in Zell schon länger ohne Besuchsverbot

Das Klinikum Mittelmosel in Zell hatte bereits Anfang Juni das Besuchsverbot aufgehoben. Die Patienten könnten seitdem innerhalb festgelegter Zeiten pro Tag einen Besucher empfangen. Besuchstermine müssten vorab mit den Mitarbeitern der jeweiligen Station abgestimmt werden und die Besucher benötigten einen negativen Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden sein dürfe. Diese Regelung gelte unabhängig vom Impfstatus der Besucher.

Verbundkrankenhaus Linz-Remagen erlaubt ebenfalls Besuche

Das Verbundkrankenhaus Linz-Remagen erlaubt nach eigenen Angaben entsprechend der Coronabekämpfungsverordnung des Landes an beiden Standorten, dem Franziskus Krankenhaus in Linz am Rhein und dem Krankenhaus Maria Stern in Remagen, den Patientenbesuch von Ehepartnern, nahen Angehörigen oder nahestehende Personen. Besucher müssen geimpft oder genesen sein. Oder sie machen einen Corona-Schnelltest. Nach Angaben der Krankenhausverwaltung informieren die zuständigen Ärzte täglich die Pforte über die zugelassenen Besucher.

DRK Krankenhaus Altenkirchen-Hachenburg erlaubt kurze Besuche

Die aktuelle Entwicklung der Inzidenzwerte in den beiden Landkreisen Altenkirchen und Westerwald hat es dem DRK Krankenhaus Altenkirchen-Hachenburg nach eigenen Angaben ermöglicht, das seit Wochen bestehende Besuchsverbot zu lockern. Seit dem 25. Mai dürften, zwischen 16 Uhr und 18 Uhr täglich, auf höchstens eine Stunde und einen Besucher pro Patient und Tag begrenzt, Besucher kommen. Beim Betreten der Krankenhäuser und während des gesamten Aufenthaltes müsste grundsätzlich eine FFP2-Maske getragen werden. Zudem sei ein negatives Schnelltest-Ergebnis notwendig.

DRK Krankenhaus Neuwied fordert negativen PCR-Test

Auch das DRK Krankenhaus in Neuwied hat seine Besucherregeln mittlerweile angepasst. Wie ein Sprecher mitteilte, gilt auch hier die Regel von einem Besucher pro Patient pro Tag. Allerdings dürften das Krankenhaus in Neuwied nur Genesene, Geimpfte oder Besucher mit einem negativen PCR-Testergebnis betreten. Ein negativer Schnelltest sei zu ungenau und reiche deshalb nicht aus, heißt es. Auch hier gelte FFP2-Maskenpflicht für die gesamte Dauer des Besuchs.

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