Helfer aus ganz Deutschland pflanzen Bäume im Westerwald. (Foto: SWR)

Unterstützung durch das "Bergwaldprojekt"

Freiwillige Helfer aus ganz Deutschland pflanzen Bäume im Westerwald

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Christoph Bröder

Seit Anfang der Woche helfen 17 Freiwillige aus ganz Deutschland und den Niederlanden beim Aufforsten in Neuhäusel im Westerwald. Sie sind Teil des Vereins "Bergwaldprojekt".

Hinter dem "Bergwaldprojekt" steckt ein Verein, der sich seit 1987 in ganz Europa für den Schutz und die Pflege der Wälder einsetzt. Das Forstamt Neuhäusel bei Montabaur war auf den Verein zugegangen und hatte ihn um Hilfe gebeten. Im Westerwald sind durch den Klimawandel und Borkenkäferbefall tausende Fichten abgestorben und mussten gefällt werden. Diese kahlen Flächen wieder aufzuforsten eine Mammutaufgabe. Da kommen freiwilligen Helfer wie gerufen.

Helfer kommen mit unterschiedlicher Motivation

Einer von ihnen ist Otmar Sexauer aus Bamberg. Er hat sich extra eine Woche Urlaub genommen, um im Wald helfen zu können. "Bei all den Diskussionen um den Klimawandel möchte ich selbst einen Beitrag leisten und damit vielleicht auch andere motivieren, selbst aktiv zu werden“, erklärt der Bamberger.

Alexander Gareis ist aus Düsseldorf in den Westerwald gekommen. Er hat das "Bergwaldprojekt“ durch seine Freundin kennengelernt und ist schon zum zweiten Mal bei einer Aktion des Projekts dabei. "Auf der einen Seite geht’s mir auch darum, aktiv was zu machen. Aber ich will für mich auch mehr Bewusstsein schaffen: Was ist ein Wald, was ist ein Baum und was steckt dahinter“, sagt Gareis.

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Sonja und Thomas Storz kommen aus Maikammer in der Pfalz. Sie sind selbstständig und haben sich für die Baumpflanzaktion extra frei genommen. "Wir wollen gegenwirken, dass die Natur sich wieder erholen kann. Denn die jungen Menschen, die nachkommen, sollen eine intakte Natur und eine lebenswerte Welt vorfinden“, erklärt Sonja Storz.

"Bergwaldprojekt“ stellt Unterkunft und Verpflegung

Da es sich bei den Freiwilligen meist um Laien handelt, die keine Vorkenntnisse in Forstwirtschaft haben, ist immer ein Projektleiter mit dabei, der eine solche Aktion begleitet. Im Westerwald ist das Jonathan Schüppel.

Schüppel ist studierter Förster und über ein Praktikum zum "Bergwaldprojekt“ gekommen. "Die Freiwilligen melden sich einfach bei uns an. Sie können dann eine Woche ihres Urlaubs gegen Kost und Logie und Umweltbildung im Wald arbeiten. Darüber finanziert sich das Projekt teilweise auch“, erklärt Projektleiter Jonathan Schüppel.

Projektleiter Jonathan Schüppel packt beim Pflanzen der Bäume auch selbst mit an. (Foto: SWR)
Projektleiter Jonathan Schüppel packt beim Pflanzen der Bäume auch selbst mit an.

Freiwillige lernen etwas über die Natur

Die Woche ist aber nicht nur ein reiner Arbeitseinsatz für die Helfer. Projektleiter Jonathan Schüppel teilt auch sein Wissen mit ihnen. Da gibt’s etwa viel über Tiere und Pflanzen zu lernen. In den Pausen und abends nach Feierabend bleibt zudem viel Zeit für den Austausch untereinander. Auch das Gemeinschaftsgefühl beschreiben die Helfer daher als große Bereicherung in dieser grünen Freiwilligenwoche.

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