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Die Fürsten zu Sayn-Wittgenstein-Sayn gehören zum deutschen Hochadel. Im März eröffnen sie in ihrem Schloss in Bendorf-Sayn ein neues Museum, das vor allem zwei Fürstinnen gewidmet ist.

Die Ausstellung dreht sich nach Angaben des Fürstenhauses zum einen um die sogenannte Mamarazza. Das ist der Spitzname der international bekannten Fotografin Marianne zu Sayn-Wittgenstein-Sayn, die vor kurzem 100 Jahre alt geworden ist. Die Ururururenkelin der österreichischen Kaiserin Maria Theresia bekam ihre erste Kamera mit neun und fotografierte schon Sportler der Olympischen Spiele 1936.

Fürst Alexander zu Sayn-Wittgenstein-Sayn trägt ein Gemälde, das die Fürstin Leonilla zeigt, durch den Fundus des im Aufbau befindlichen Museums über die Familiengeschichte des Fürstenhauses. Auf fast 1000 Quadratmetern und zwei Etagen sollen im Schloss Sayn Fotos, Gemälde, Stammbäume, Erinnerungsstücke und Kunstgegenstände einer von Deutschlands ältesten hochadeligen Familien zu sehen sein.  (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)
Fürst Alexander zu Sayn-Wittgenstein-Sayn trägt ein Gemälde, das die Fürstin Leonilla zeigt, durch den Fundus des im Aufbau befindlichen Museums über die Familiengeschichte des Fürstenhauses. Picture Alliance

Eröffnung im März im Schloss

In der Ausstellung soll es aber auch um Fürstin Leonilla gehen, die 1918 im Alter von fast 102 Jahren starb und zu ihrer Zeit engen Kontakt zu Zaren und Königen und zum Papst hatte. "Unser Museum wird sich diesen beiden Grandes Dames der letzten zwei Jahrhunderte widmen, aber auch Familien- und Sozialgeschichte erzählen", sagt Mariannes Schwiegertochter Gabriela Fürstin zu Sayn-Wittgenstein-Sayn.

Schloss Sayn in Bendorf-Sayn (Foto: SWR)
Schloss Sayn in Bendorf-Sayn - hier lebte Fürstin Marianne mit ihrem Mann Ludwig, nach dessen Tod kehrte sie nach Österreich zurück.

Fotos und Erinnerungsstücke zur Familiengeschichte

Die Ausstellung in dem neuen Museum solle am 21. März eröffnet werden. Sie werde auf fast 1.000 Quadratmetern und zwei Etagen mit Fotos, Gemälden, Stammbäumen, Erinnerungsstücken und Kunst-Gegenständen Geschichten erzählen. Im Dezember war das Rheinische Eisenkunstgussmuseum aus dem Schloss in Bendorf auf das Gelände der Sayner Hütte umgezogen. Es soll dort im März mit einer zunächst noch kleinen Ausstellung neu eröffnet werden.

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