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Der Güterzug-Unfall im Bahnhof Niederlahnstein vor etwa eineinhalb Wochen wurde nach Angaben der Deutschen Bahn nicht durch einen Defekt an Gleisen oder Weichen ausgelöst.

Zu diesem vorläufigen Ergebnis sei die Bundesstelle für Bahnunfalluntersuchung gekommen, sagte ein Sprecher der Bahn. Als Unfallursache komme nur noch ein Fehler des Zugführers oder ein Schaden am Güterzug selbst in Betracht.

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Der Güterzug des privaten Berliner Bahnunternehmens Laeger & Wöstenhöfer war am 30. August auf dem Weg von Rotterdam nach Basel im Welterbe Oberes Mittelrheintal in Lahnstein entgleist. Jeder der 18 Kesselwagen hatte bis zu 60.000 Liter Diesel geladen. Sieben kippten um, zwei weitere entgleisten und blieben stehen. Bis zu 150.000 Liter Diesel sollen ausgelaufen sein.

Erdarbeiten am Bahnhof Niederlahnstein (Foto: SWR)
Bagger tragen die mit Diesel verunreinigte Erde ab. Die Grube ist mittlerweile etwa 30 Meter lang, zehn Meter breit und zehn Meter tief.

Die Aufräumarbeiten dauern weiter an. Insgesamt müssen an der Unfallstelle 12.000 Tonnen verseuchtes Erdreich ausgetauscht werden. Die Baggerarbeiten sollten am Mittwoch abgeschlossen werden. In den nächsten Tagen wird dann neue Erde in das ausgebaggerte Loch geschüttet und mithilfe von speziellen Rüttelmaschinen verfestigt. Zwar gebe es an der Unfallstelle Lärmschutzwände, so der Bahnsprecher weiter, trotzdem müssten die Anwohner mit einer hohen Lärmbelästigung rechnen. Einige von ihnen werden nun auf Kosten der Bahn für ein paar Tage in Hotels untergebracht.

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