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Tausende Erntehelfer aus dem Ausland dürfen wegen der Corona-Pandemie zurzeit nicht nach Deutschland kommen. Deshalb gibt es die Idee, dass stattdessen Asylbewerber auf den Feldern helfen sollen.

Die landwirtschaftlichen Betriebe stünden ohne Erntehelfer vor einem großen Problem, sagte der Sprecher des Bauern-und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Herbert Netter, dem SWR. Deshalb begrüße er den Vorschlag der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU), künftig Asylbewerber bei der Ernte auf den Feldern helfen zu lassen.

Viele Freiwillige haben sich gemeldet

Viele Asylbewerber würden seiner Ansicht nach gern arbeiten. Beide Seiten nun zusammenzubringen, sei absolut sinnvoll, so Netter. Allerdings gebe es auch viele Angebote Freiwilliger, bei der Ernte zu helfen, heißt es vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau. In den Kreisen Ahrweiler und Mayen-Koblenz hätten sich innerhalb von einer Woche bereits 50 bis 60 Freiwillige gemeldet.

Online-Plattform für Helfer

Das Bundesagrarministerium hatte die Internetplattform "Das Land hilft" ins Leben gerufen. Dort sollen sich Freiwillige, die in der Landwirtschaft helfen wollen, mit den Betrieben vernetzen, die Erntehelfer brauchen. Tausende Menschen haben sich seitdem über das Jobvermittlungsportal gemeldet und ihre Hilfe angeboten.

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