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Im Impfzentrum des Kreises Neuwied in Oberhonnefeld läuft es nicht rund: Seit AstraZeneca angeboten wird, werden jeden Tag viele Impftermine abgesagt und der Impfstoff bleibt übrig.

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Die Mitarbeiter des Impfzentrums in Oberhonnefeld wären froh, wenn die Impfungen endlich massenhaft anlaufen würden. Seit gut eineinhalb Wochen wird in Rheinland-Pfalz AstraZeneca als Corona-Impfstoff für medizinisches Personal verwendet.

Gut die Hälfte des Impfstoffes übrig geblieben

Aber es gebe Vorbehalte gegen den Impfstoff, sagt Werner Böcking, Impfkoordinator des Kreises Neuwied. Im Impfzentrum werden jeden Tag im Schnitt ein Drittel der Termine abgesagt oder einfach nicht wahrgenommen.

Besonders schlimm sei es vergangenen Freitag gewesen, erzählt Böcking. „Der erste Tag mit AstraZeneca hier im Haus war wirklich ein Chaos. Wir waren vorbereitet auf 400 Impfungen, haben nur gut die Hälfte durchführen können."

„Der erste Tag mit AstraZeneca hier im Haus war wirklich ein Chaos."

Werner Böcking, Impfkoordinator des Kreises Neuwied

Das medizinische Personal habe rumgestanden. "Es war ein Chaostag, alle waren frustriert abends. Wir haben den Impfstoff in den Kühlschrank stellen müssen und die Leute sind gefrustet am Abend nach Hause gegangen". Das Gute an dem Ganzen sei, der Impfstoff sei länger haltbar und deshalb nicht kaputt gegangen. "Aber es ist einfach schade, dass die Menschen dieses Impfangebot nicht wahrnehmen.“

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Leichte bis heftige Nebenwirkungen

Diejenigen, die zum Impfen gekommen sind, freuen sich, künftig einen Schutz zu haben. Wie beispielsweise eine Arzthelferin mit ihren Kolleginnen.

"Zwei meiner Kolleginnen hatten auch richtig heftige Nebenwirkungen, also Schüttelfrost, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, also so grippeähnliche Symptome. Eine der beiden hat wirklich das Wochenende auch im Bett verbracht und die andere Kollegin hatte Fieber, allerdings bei beiden war das so ein 24 Stunden-Ding, also danach war das erledigt", sagt die Frau.

Eine andere Kollegin habe lediglich leichte Schmerzen im Oberarm gehabt und sie selbst habe gar keine Nebenwirkungen gespürt, sagt die Frau. "Für uns alle ist klar, Impfung auf jeden Fall und wir werden auch wieder gemeinschaftlich im April dann zur zweiten Impfung gehen.“

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