Meterhoch türmen sich Wohnwagen, Gastanks, Bäume und Schrott an einer Brücke über der Ahr  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Boris Roessler)

Hochwasser in Rheinland-Pfalz

Flutkatastrophe 2021: Altenahr (Kreis Ahrweiler)

STAND

Die Ortsgemeinde mit ihren vier Ortsteilen Altenahr, Altenburg, Kreuzberg und Reimerzhoven wurde von der Flut schwer getroffen. 80 Prozent der Häuser sind beschädigt.

Sieben Tote der Flutkatastrophe stammten aus Altenahr, drei aus Altenburg. Die Wasser- und Stromversorgung wurde zerstört. In der Gemeinde gab es insgesamt 17 Brücken über die Ahr und über mehrere Bäche. Von den Ahr-Brücken wurden alle bis auf eine zerstört, dazu eine Fußgängerbrücke über einen Bach. Die anderen sind zum Teil beschädigt. Die Wasser- und Stromversorgung wurde zerstört. Der Friedhof in Altenahr stand meterhoch unter Wasser und wurde komplett zerstört. Die Bundeswehr half hier bei den ersten Aufräumarbeiten. Zwischen Altenahr und Reimerzhoven riss das Wasser hinter dem Straßentunnel ein riesiges Loch in die Straße (Foto).

Hier geht es zurück zur Hochwasser-Karte.

Die Bundesstraße, die durch das Ahrtal führt, ist hinter einem Tunnel durch die Flut weggerissen worden (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Thomas Frey)
Die Bundesstraße, die durch das Ahrtal führt, ist hinter einem Tunnel durch die Flut weggerissen worden. picture alliance/dpa | Thomas Frey

So ist die Lage (Stand 13.7.2022):

In Altenahr müssen nach Angaben von Bürgermeister Rüdiger Fuhrmann noch immer Häuser abgerissen werden. Viele von ihnen seien so stark durch Öl beschädigt worden, dass eine Sanierung nicht sinnvoll sei, sagte Fuhrmann. Der Bürgermeister schätzt, dass rund 480 Häuser durch die Flut beschädigt wurden. Etwa 150 davon wurden bereits oder sollen noch abgerissen werden. Alle anderen Anwohner hätten mittlerweile wieder Strom und Wasser.

Die beschädigten Brücken sollen zeitnah saniert werden. Für die zerstörten Brücken werden aktuell die neuen Standorte diskutiert. Nach Angaben von Rüdiger Fuhrmann sollen es deutlich weniger werden als vorher.

Die Straßen in der Gemeinde seien einigermaßen befahrbar, die Bauarbeiten am Straßentunnel (Foto) würden allerdings noch dauern. Der Landesbetrieb Mobilität plant nach Angaben von Fuhrmann derzeit eine stabile Umfahrung. Ein größeres Projekt sei auch die Straßenbeleuchtung: Diese könnte zwar in diesem Jahr nicht mehr in der kompletten Gemeinde installiert werden, wichtige Bereiche sollen aber in den kommenden Monaten ausgeleuchtet werden. Der Friedhof ist nach Angaben des Bürgermeisters größtenteils wieder hergestellt; Wege und Gräber seien instandgesetzt worden. Allerdings müsse eine neue Aussegnungshalle gebaut werden.

In Ortsteil Altenahr waren ausschließlich die Häuser entlang der Ahr betroffen - nach Schätzungen des Bürgermeisters circa 35 bis 40 Prozent aller Häuser im Ortsteil. Acht Häuser dürfen hier nicht wieder aufgebaut werden. Im Ortsteil Altenburg sind 95 Prozent aller Häuser betroffen. In der Grundschule und der Realschule Plus, die beide getroffen waren, muss noch zwischen Sanierung und Neubau entschieden werden. Beide Schulen sind bis auf weiteres umgezogen. Kreuzberg wurde durch zwei Bäche und die Ahr gleichzeitig getroffen. 60 bis 70 Prozent der Häuser im Ort sind betroffen. Bis Ende des Jahres soll auch die Straße zwischen Kreuzberg und Kirchsahr wieder hergestellt sein.
In Reimerzhoven sind alle Bewohner der Rotweinstaße betroffen.

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Folge des Hochwassers: Ein Müllberg an der B257 bei Altenahr am 7.8.2021. Michael Müller Bild in Detailansicht öffnen
Die Brücke am Bahnhof in Altenahr am 7.8.2021. Michael Müller Bild in Detailansicht öffnen
Stau der Müllautos auf einer Deponie an der B257 bei Altenahr am 7.8.2021. Hier wird Schutt und Müll gesammelt, den das Hochwasser verursacht hat. Michael Müller Bild in Detailansicht öffnen
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Eine verlassene Regionalbahn steht kurz vor dem Bahnhof von Kreuzberg im Ahrtal. picture alliance/dpa | Thomas Frey

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