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Weniger Autoverkehr in Koblenz, dafür mehr und bessere Radwege und einen kostenlosen ÖPNV. Die Liste der Forderungen an den Koblenzer Straßenverkehr - und damit an Stadt und Politik - ist lang.

Etwa 100 Menschen haben nach Angaben der Polizei am Freitag auf der Balduinbrücke für eine andere Verkehrspolitik in Koblenz demonstriert.

Anlässlich des Globalen Klimastreiks am 19. März hat das Bündnis "Koblenz autofrei" gemeinsam mit anderen Initiativen eine Kundgebung auf der Balduinbrücke in Koblenz veranstaltet. Sie wollen gemeinsam im Rahmen eines Verkehrswende-Aktionstags für ihre Forderungen demonstrieren.

Globaler Klimastreik: Fahrraddemo auf der Balduinbrücke

Dafür ist die Balduinbrücke nach Angaben der Organisatoren für Autos mehrere Stunden gesperrt. Den Angaben zufolge läuft die Fahrraddemo Corona-konform mit Mindestabstand und Maske ab. Am Beispiel der viel befahrenen Balduinbrücke soll gezeigt werden, wie gefährlich die Situation für Fahrradfahrer ist.

"Wir wollen zeigen, wie vielseitig die Balduinbrücke genutzt werden kann", sagt Victoria Schmitz von "Koblenz autofrei". Die Straße sei gefährlich für Fahrradfahrer, Autos würden oft sehr eng an ihnen vorbeifahren. Wäre die Brücke autofrei, könnte die Fläche ausschließlich von Fußgängern, Radfahrern und dem ÖPNV genutzt werden, sagt Schmitz.

"Flächen in Städten müssen nicht immer nur für Autos sein."

Victoria Schmitz, Koblenz autofrei

Erste Erfolge für Radfahrer in Koblenz

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Die Stadt Koblenz teilte auf Anfrage mit, die Vorschläge der Initiativen würden auf jeden Fall geprüft und zur Umsetzung empfohlen, wenn sie passen. Aktuell setze sie den vom Stadtrat beschlossenen Verkehrsentwicklungsplan um. Demnach seien eine Straßenbahn oder eine autofreie Innenstadt nicht vorgesehen.

In Bezug auf die Situation für Radfahrer teilte die Stadt mit, man habe bereits damit begonnen, neue Radverkehrsanlagen wie eine Fahrradstraße zu bauen und vorhandene Radwege zu verbessern.

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