Ein Hubschrauber der Bundespolizei fliegt Unrat von der Ahrmündung in Sinzig weg. (Foto: SWR)

Bundespolizei nutzt Aktion als Übung

Hubschrauber half beim Aufräumen an der Ahrmündung in Sinzig

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Durch die Flut Mitte Juli sind im Mündungsgebiet der Ahr bei Sinzig große Mengen an Holz, Müll und anderem Schwemmgut abgelagert worden. Die Bundespolizei hat jetzt beim Aufräumen geholfen.

An einem etwa dreißig Meter langen Seil, das an dem Hubschrauber befestigt war, hängten die Beamten der Bundespolizei große Säcke gefüllt mit Treibgut. Darunter befanden sich auch Tanks oder Holz, das bei der Flutkatastrophe angeschwemmt worden war.

Der Hubschrauber brachte den Müll dann zu einem Sammelpunkt, von wo aus er abtransportiert werden soll. Etwa 90 Minuten dauerte die Hubschrauber-Aktion, die die Bundespolizei als Übung nutzte.

Die Aussichtsbrücke an der Ahrmündung im Juni vor der Flutkatastrophe (Foto: SWR)
Die Aussichtsbrücke im Juni vor der Flutkatastrophe. Bild in Detailansicht öffnen
Die zerstörte Brücke an der Ahrmündung bei Sinzig nach der Flutkatastrophe. Bild in Detailansicht öffnen
Umgestürzte Bäume liegen im Naturschutzgebiet. Bild in Detailansicht öffnen
An der Ahrmündung liegen unter anderem Totholz und die zerstörte Brücke. Bild in Detailansicht öffnen

Ehrenamtliche Helfer hatten bereits Müll gesammelt

Ehrenamtliche Helfer hatten den Angaben der Kreisverwaltung zufolge bereits naturschonend von Hand große Mengen an Müll aus dem Gebiet bei Sinzig entfernt. Auch Landesforsten Rheinland-Pfalz habe im Vorfeld Holz zur Seite geräumt, um an gefährliche Abfälle und Treibgut heranzukommen.

Ein Teil der Abfälle sei wegen steiler Böschungskanten aber mit Fahrzeugen nur schwer erreichbar. Diese würden zudem Kiesbänke zerstören und den Boden verdichten. Deshalb sei die Räumung mit dem Hubschrauber nötig gewesen.

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Restliches Gebiet soll auch noch aufgeräumt werden

Die weniger schwer erreichbaren Gebiete sollen dann im Auftrag der Kreisverwaltung noch endgültig beräumt werden. Auch gefährliche Abfälle wie beispielsweise Ölfässer oder Chemikalien sollen noch aus dem Gebiet entfernt werden. Kleinere Mengen Plastik, zum Beispiel zwischen Baumstämmen, könnten hingegen aus naturschutzfachlicher Sicht toleriert werden, teilte der Kreis mit.

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