Ein einzelner Krokus blüht bei Sonnenschein. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Wolfgang Kumm)

"Rauskommen aus der grauen Suppe"

Gärten im Ahr-Flutgebiet sollen grüner werden

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Trist und braun sind viele Gärten im flutgeschädigten Ahrtal. Farbenfrohe Projekte sollen das zum Frühjahr ändern.

Farbenfreude im Ahrtal nach der Hochwasserkatastrophe: Zum Frühling startet hier eine große Begrünungsaktion. Das sei für viele Flutopfer in dem Tal mit immer noch tausenden beschädigten Häusern nicht die Priorität Nummer eins, sagt der Initiator des Helfershuttles, Marc Ulrich. "Mental ist es aber ein wichtiges Zeichen, um rauszukommen aus der dreckigen, grauen Suppe."

Viele freiwillige Helfer im Ahrtal erwartet

Freiwillige Helfer sollen kostenlos Vorgärten und Gärten von Flutopfern zum Blühen bringen. Los geht es Anfang März. Ulrich kann sich nach eigenen Worten vorstellen, dass sich dann viele Helfer an den Wochenenden dafür melden. Auch jetzt im Februar fänden sich für dringend nötige Arbeiten an beschädigten Häusern immer noch 60 bis 70 Freiwillige pro Werktag und samstags sogar gut 200 Männer und Frauen.

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Dabei ist der Shuttledienst noch in der Winterpause - die Helfer fahren derzeit mit eigenen Autos ins Ahrtal, wo inzwischen zahlreiche flutgeschädigte Straßen wieder instandgesetzt worden sind. Ob vom 1. März an wieder ein Bus für sie von Grafschaft hinunter ins Flusstal fährt, wird laut Ulrich noch je nach Bedarf entschieden.

Blumensamen und Grün werden gespendet

Ein Gartenbaubetrieb berate die Helfer bei Pflanzaktionen. Das Grün und die Blumensamen würden gespendet, erklärt der Unternehmer. Der Bedarf sei groß. Alleine in der ersten Woche nach Beginn der Ankündigung der Begrünungsaktion mit dem wortspielerischen Motto "We Ahr back" seien etwa 140 Anfragen von Flutopfern eingegangen.

Hinzu kommen weitere kleinere Initiativen. Ragna Neumann-Franz etwa will angesichts vieler verschwundener Pflanzen, Bäume und Vögel mit ihrer Initiative "Lass es leben - mit uns blüht und lebt das Ahrtal wieder" erreichen, dass die Farben zurückkehren.

So gibt sie nach eigenen Worten an Interessenten Pfähle der flutbedingt abgesagten Landesgartenschau 2023 in Bad Neuenahr-Ahrweiler weiter, damit diese "nach eigenem Wunsch bemalt und anschließend bestückt werden - zum Beispiel mit Futterhäuschen, Insektenhotels und Blumen". Sie verteile auch bepflanzte Blumenkästen, um ökologisch hochwertige Möglichkeiten zu zeigen, sagt die promovierte Biologin. Sie wolle Bürger, Vereine, Schulen und Kitas für Artenschutz und Nachhaltigkeit sensibilisieren.

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SWR