Blick auf den Mayener Marktplatz - in der so genannten Steg-Affäre gab es einen Vergleich. (Foto: IMAGO, IMAGO / Rainer Unkel)

Schadenersatzforderung gegen ehemaligen Geschäftsführer

"Steg-Affäre" in Mayen endet mit Vergleich

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Die Stadtentwicklungsgesellschaft Mayen hat mit ihrem ehemaligen Geschäftsführer einen Vergleich geschlossen. Er soll 85.000 Euro an die Gesellschaft zahlen.

Mit der Zahlung seien alle gegenseitigen Ansprüche abgegolten, heißt es von der Stadt Mayen. Die beiden Parteien haben sich den Angaben zufolge auf einen Vergleich geeinigt, da eine Fortsetzung des Verfahrens am Oberlandesgericht Koblenz mit erheblichem Zeit- und Kostenaufwand verbunden gewesen wäre. Zudem würden die Vorfälle nun sechs Jahre zurückliegen.

In der sogenannten Steg-Affäre hatte die städtische Entwicklungsgesellschaft der Stadt Mayen einen Schadenersatz in Höhe von etwa 200.000 Euro von ihrem ehemaligen Geschäftsführer Uwe Hoffmann gefordert. Er habe teilweise ohne Baugenehmigung Wohnungen für Flüchtlinge luxussanieren lassen und dabei 400.000 Euro zu viel ausgegeben, so der Vorwurf.

Steg-Geschäftsführer wurde 2018 entlassen

Hoffmann war im Sommer 2018 als Geschäftsführer der Steg entlassen worden. Die Gesellschafterversammlung der Mayener Stadtentwicklungsgesellschaft hatte ihm damals vorgeworfen, die Aufträge für die Flüchtlingsunterkunft vergeben zu haben, ohne sich die Mehrkosten zuvor vom Beirat oder der Gesellschafterversammlung genehmigen zu lassen. Schließlich wurden die Vorgänge von einer Koblenzer Wirtschaftsprüfungskanzlei untersucht.

Steg-Affäre sorgte für Streit in der Mayener Stadtpolitik

In Mayen hatten die Querelen um die sogenannte Steg-Affäre über Monate für Unruhe gesorgt. Mehrere Fraktionen im Stadtrat warfen dem damaligen Oberbürgermeister Wolfgang Treis (Grüne) vor, dass er die Aufklärung des Falles verzögert und verschleppt habe. Hoffmann war auch der Büroleiter des Oberbürgermeisters und Kämmerer der Stadt Mayen.

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