Breite Kiesbänke zeigen sich durch den niedrigen Wasserstand im Rhein (Foto: Herbert Piel)

Wegen Lieferproblemen Wissing fordert erneut Rheinvertiefung

Der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) hat mit Blick auf das Niedrigwasser seine Forderung nach einer Rheinvertiefung wiederholt.

Er plädierte dafür, die Fahrrinne insbesondere bei St. Goar zu vertiefen, damit Güterschiffen auch bei extremen Wetterlagen ein ausreichender Wasserstand garantiert werden könne.

"Das Niedrigwasser zeigt, wie wichtig die Wasserstraße Rhein ist. Die Güter, die hier transportiert werden, sind erheblich", sagte Wissing auf dem Landesparteitag der Liberalen am Wochenende in Ransbach-Baumbach. Gefordert sei dabei jedoch der Bund.

Wissing verwies auf die eingeschränkte Mineralölversorgung. Ein Grund zur Sorge bestehe aber nicht. "Das ist eine Extremwettersituation, die uns im Augenblick trifft und wenn das dauerhaft zu Schwierigkeiten führt, dann kann das auch Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum haben, was wir gegenwärtig nicht hoffen", sagte Wissing weiter.

Auf der Rheinschiene war einigen Tankstellen zuletzt der Sprit ausgegangen. Der Grund: Die Verbindung zwischen dem Ölzentrum Rotterdam und dem Südwesten Deutschlands ist beeinträchtigt, weil Schiffe wegen des niedrigen Wasserstands im Rhein seit Wochen nicht mehr voll beladen fahren.

Der Bund hat Rheinland-Pfalz ausnahmsweise den Zugriff auf Treibstoff aus der Erdöl-Reserve zugestanden.

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