Französische Bulldogge (Sujetbild) (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / Jan Haas)

Urteil des Landgerichts Koblenz Geliebte Bulldogge - Paar streitet vor Gericht um Hund

Wer darf nach der Trennung eines Paares den gemeinsam angeschafften Hund behalten? In einem solchen Fall hat nun das Landgericht Koblenz ein Urteil gesprochen.

Der Zankapfel sei eine französische Bulldogge gewesen, teilte ein Gerichtssprecher am Mittwoch mit. Das Paar habe sich zusammen den Hund zugelegt.

"Als die Liebe zueinander im Jahr 2016 erlosch, hielt die Liebe zu Frieda (Name geändert) an", heißt es in der Mitteilung. Deshalb hätten sich beide zunächst weiter abwechselnd um das Tier gekümmert, obwohl der Mann rund 130 Kilometer entfernt wohnte.

Wer ist der rechtmäßige Eigentümer?

Als sich Ende 2017 die Frau geweigert habe, Frieda ihrem Ex-Partner wie bisher zu überlassen, habe der Mann zunächst vor dem Amtsgericht eine einstweilige Verfügung auf Herausgabe der Dogge beantragt.

Der Fall landete dann vor dem Landgericht. Der Mann habe angegeben, der rechtmäßige Eigentümer von Frieda zu sein und legte einen entsprechenden Schenkungsvertrag vor. Die Beklagte konterte mit einem auf ihren Namen lautenden Kaufvertrag.

Frau muss Bulldogge dem Partner überlassen

Später stellte sich laut Sprecher heraus: Die Frau hatte nachträglich im Zuge der Streitigkeiten ihren Namen in den Kaufvertrag geschrieben. Zudem sei der Vertrag zwischen dem damaligen Paar und der Züchterin von Frieda aufgehoben worden, weil das Tier krank war. Stattdessen habe die Züchterin die Bulldogge dem Mann als Schenkung überlassen.

Das Landgericht beschloss daher, dass die Frau ihrem Ex-Partner die Bulldogge überlassen muss. Ihre Einwände, Frieda fühle sich bei ihr wohler und sie habe überwiegend die Kosten für Futter und tierärztliche Behandlungen getragen, verwarf das Gericht. Denn bei einem Hund gebe es keine dem Familienrecht vergleichbare Sorgerechtsentscheidung.

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