Ermittlungen eingestellt Neuwieder Bahnhof-Unfall war tragisches Unglück

Am Freitagnachmittag sind am Bahnhof Neuwied zwei Männer von einem Güterzug erfasst und getötet worden. Aufgrund der Ermittlungsergebnisse wird es keine Obduktion geben.

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"Obduktionen sind von der Staatsanwaltschaft abgelehnt worden, weil man von einem tragischen Unglücksfall ausgeht", sagte Frank Breitzke von der Kriminalpolizei Neuwied am Montag der Deutschen Presse-Agentur. "Es gibt keine weiteren Ermittlungen." Anders als zunächst vermutet, habe auch Alkohol keine größere Rolle gespielt.

Nach Angaben der Bundespolizei war ein 75-jähriger Mann gestolpert und ins Gleisbett gefallen. Ein 65-Jähriger habe ihn vor dem herannahenden Güterzug retten wollen, wurde aber selber von dem Zug erfasst. Der Lokführer, der noch versucht hatte, den Zug mit einer Notbremsung zum Stehen zu bringen, erlitt einen Schock. Der Mann und etwa fünf bis zehn Reisende am Bahnsteig wurden von einem Notfallseelsorger betreut.

"Es ist ein mehr als tragischer Unglücksfall."

Stefan Döhn, Sprecher der Bundespolizei
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Kein Kegelclub-Ausflug

Die Männer gehörten laut Breitzke einer Gruppe von Tagesausflüglern im Alter von Mitte 50 bis Mitte 70 aus dem Großraum Essen an. "Sie waren nur schwach oder gar nicht alkoholisiert", sagte der Kripobeamte. Entgegen ersten Annahmen sei es auch kein Kegelclub gewesen.

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