Eine Hand am Schaft einer Dienstwaffe (Foto: Imago, Eibner)

Tödlicher Schuss aus Dienstwaffe beim Einsatztraining Bonner Polizist stirbt an Schussverletzungen

Ein Ende November bei einem Einsatztraining in Bonn angeschossener Polizist ist tot. Nach Angaben der Kölner Polizei starb der 23 Jahre alte Beamte am Montagabend an seinen Verletzungen.

Der 23 Jahre alte Beamte war Mitglied der 13. Hundertschaft. Seine Kollegen reagierten schockiert, sie waren am Dienstagmorgen von ihren Vorgesetzen über den Tod des jungen Polizisten informiert worden. Im Bonner Polizeipräsidium herrscht tiefe Trauer. Der Vater und die Schwester des Getöteten sind ebenfalls Polizeibeamte in Bonn.

Übungs- mit Dienstwaffe verwechselt?

Die 13. Hundertschaft hatte am 26. November in Bonn das taktische Vorgehen in einem Amokfall trainiert. Zwei Beamte, die offenbar Übungswaffen und scharf geladene Pistolen dabei hatten, wechselten den Raum. Einer der Polizisten soll dabei nach ersten Ermittlungen die Waffe an den Hals seines Kollegen gehalten und abgedrückt haben. Offenbar nahm er fälschlicherweise an, mit der harmlosen Übungswaffe zu hantieren. Der 22 Jahre alte Schütze ist nach Angaben seines Anwaltes derzeit dienstunfähig.

Not-OP rettet das Leben des Polizisten

Das 23-jährige Opfer wurde von seinen Kollegen umgehend versorgt, er verlor aber viel Blut. Nach einer Notoperation schwebt er zunächst nicht mehr in Lebensgefahr. Die Beamten, die zur gleichen Zeit auf dem Schießstand waren, wurden aus Neutralitätsgründen von Kölner Polizisten und nicht von den eigenen Kollegen vernommen.

Die Umstände seien nach wie vor nicht genau geklärt, teilte die Polizei am Dienstag mit. Direkte Zeugen gebe es nicht, hatte sie zuvor bekanntgegeben. Gegen den 22 Jahre alten beschuldigten Polizisten war ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden.

Das Bonner Polizeipräsidium hat für 12.00 Uhr eine Erklärung angekündigt.

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