Synode der Evangelischen Kirche im Rheinland Rheinischer Präses Rekowski geht 2021 in Ruhestand

Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, geht im kommenden Jahr in Ruhestand. Das kündigte der 61-Jährige auf der Synode in Bad Neuenahr-Ahrweiler an.

Geht 2021 in Ruhestand: Manfred Rekowski (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Thomas Frey/dpa)
Geht 2021 in Ruhestand: Manfred Rekowski picture alliance/Thomas Frey/dpa

Er werde sich nach dem Ende seiner achtjährigen Amtszeit an der Spitze der zweitgrößten Landeskirche in Deutschland in den Ruhestand versetzen lassen, sagte Rekowski am Dienstag. Diese Entscheidung habe er bereits zu Beginn seiner Amtszeit im März 2013 getroffen, so der Theologe, der auch Vorsitzender der Kammer für Migration und Integration der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist.

Ob er sich Anfang 2021 noch einmal als Präses zur Wahl stellt, habe er zwischenzeitlich auf Nachfrage offen gelassen, weil er "nicht frühzeitig zum Auslaufmodell werden" wollte.

Über Rekowskis Nachfolge entscheidet das Kirchenparlament bei seiner Tagung im Januar 2021 in Bad Neuenahr. Der Präses ist der leitende Theologe der Evangelische Kirche im Rheinland, die sich über Teile von Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland erstreckt und aktuell gut 2,45 Millionen Mitglieder hat.

Schutz vor sexualisierter Gewalt

Mit einem Kirchengesetz will die rheinische Kirche am Mittwoch verbindliche Regeln zum Schutz vor sexualisierter Gewalt festlegen. Das Gesetz soll voraussichtlich ab 2021 gelten, kündigte die Synode am Dienstag auf einer Pressekonferenz an. Dem Beschlussantrag zufolge sollen Mitarbeitende vor Beschäftigungsbeginn und mindestens alle fünf Jahre dazu verpflichtet werden, ein erweitertes Führungszeugnis vorzulegen. Das gilt auch für Ehrenamtliche, wenn sie in intensivem Kontakt mit Minderjährigen stehen.

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Zudem ist ein Einstellungsverbot für Menschen vorgesehen, die rechtskräftig wegen einer Straftat gegen die sexuelle Selbstbestimmung verurteilt wurden. Bei einer Straftat gegen die sexuelle Selbstbestimmung soll das Beschäftigungsverhältnis beendet werden. Ein Verdacht auf Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung muss dem Gesetz zufolge von Mitarbeitenden verpflichtend an eine zentrale Anlaufstelle gemeldet werden. Jedem Hinweis muss nachgegangen werden.

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