Ein Wasserschutzgebiet (Foto: SWR)

Streit um Wasserschutzverordnung in Koblenz HWK Koblenz will weiter kämpfen

Das Verwaltungsgericht Koblenz hat eine Klage der Handwerkskammer und von 21 Betrieben gegen die Struktur- und Genehmigungsdirektion abgewiesen. Die Klage richtete sich gegen die Erlaubnis, Trinkwasser zu fördern.

Vor zwei Jahren hatte die Struktur- und Genehmigungsdirektion den Wasserwerken Koblenz/Weißenturm erlaubt, Grundwasser im Wasserschutzgebiet Koblenz-Urmitz zu fördern. Dabei habe die Behörde aber die Interessen der betroffenen Betriebe im Gewerbegebiet an der B9 und im Rheinhafen nicht ausreichend berücksichtigt, argumentierte die Handwerkskammer.

Viele Betriebe sorgen sich wegen der neuen Rechtsverordnung, die im März 2019 in Kraft getreten war. Nötig war die Änderung, weil die alte Schutzverordnung nach 30 Jahren abgelaufen war.

Deshalb hatte die Kammer gemeinsam mit 21 Betrieben aus dem Gewerbegebiet an der B9 und in Urmitz vor dem Verwaltungsgericht geklagt. Diese Klage hat das Gericht jetzt abgewiesen. Dass Trinkwasser im Wasserschutzgebiet gefördert werde, schränke die dort ansässigen Unternehmen nicht ein, begründete das Gericht.

Die Handwerkskammer hat angekündigt, nach der Entscheidung des Verwaltungsgerichts die Zulassung der Berufung zu beantragen.

Rund 240.000 Menschen im Norden von Rheinland-Pfalz werden aus diesem Wasserschutzgebiet mit Trinkwasser versorgt.

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