Die historische Brexbachtalbahn auf einer ihrer seltenen Fahrten, die Dampflok kommt mit viel Dampf und Qualm aus einem Tunnel gefahren. (Foto: SWR)

Stillgelegte Brex darf bald wieder fahren Brexbachtalbahn erhält Betriebsgenehmigung

Das Land Rheinland-Pfalz hat eine Betriebsgenehmigung für die stillgelegte Brexbachtalbahn erteilt. Nach Angaben des Betreibers der Strecke gilt die Genehmigung zunächst für 25 Jahre.

Schon bald könnte es jetzt auf den ersten Teilabschnitten der stillgelegten Strecke wieder Touristenfahrten an den Wochenenden geben, heißt es vom Brexbachtalbahn-Verein aus Bendorf. Dessen ehrenamtliche Mitglieder hatten seit Jahren für eine Reaktivierung der historischen Strecke gekämpft. Alle seien froh, dass das Ministerium in Mainz nun grünes Licht gegeben habe. Betreiben wird die Strecke die Eifelbahn Verkehrsgesellschaft mbH, ein Verkehrsunternehmen aus Linz, das beispielsweise auch die Kasbachtalbahn betreibt.

Eine alte Dampflok im Brexbachtal  (Foto: Pressestelle, Brexbachtalbahn e. V.)
Die Brexbachtalbahn fuhr im Oktober 2012 als Sonderzug mit einer Dampflok der Baurheihe 95. Pressestelle Brexbachtalbahn e. V.

Zunächst wird nur ein Abschnitt reaktiviert

Konkret geht es um den Streckenabschnitt von Siershahn nach Grenzau sowie von Grenzau nach Höhr-Grenzhausen. Dort sei die Strecke in einem guten Zustand und könne zeitnah wieder in Betrieb genommen werden, heißt es vom Verein. Danach will sich der Verein dem unteren Abschnitt der Brexbachtalbahn widmen, um auch diesen Teil reaktiviert zu bekommen.

Im nächsten Schritt Engers

In Engers muss die Brex wieder an die Rheinschiene angebunden werden. Die ersten Arbeiten dafür haben nach Vereinsangaben bereits begonnen. Die Vermessung sei abgeschlossen. Die Planungen gehen weiter, damit die noch vorhandene Weiche wieder ans Engerser Stellwerk angeschlossen werden kann.

Brex-Problem in Bendorf

In Bendorf hatte sich der Stadtrat gegen eine Reaktivierung der Brexbachtalbahn ausgesprochen. Hier ist das Problem, dass an einer Kreuzung über die Gleise der Brex ein Kreisel gebaut wurde. Die Stadt Bendorf hatte sich jedoch damals verpflichtet, die Kosten zu übernehmen, falls die Bahn wieder in Betrieb gehen würde und am Kreisel deswegen etwas verändert werden müsste.

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