Stadtratssitzung in Mayen zur SteG-Affäre (Foto: SWR)

Stadtratssitzung zur SteG-Affäre Vorwürfe gegen Mayener Oberbürgermeister

Der Stadtrat in Mayen hat sich erneut mit den Vorwürfen gegen den ehemaligen Chef der Stadtentwicklungsgesellschaft beschäftigt. Auch der Oberbürgermeister steht in der Kritik.

In der Sitzung am Donnerstagabend kündigte Oberbürgermeister Wolfgang Treis (Grüne) an, dass jetzt ein Rechtsanwalt prüfen solle, ob der ehemalige Geschäftsführer der Mayener Stadtentwicklungsgesellschaft, Uwe Hoffmann, gegen das Gesetz verstoßen hat.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
20:15 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

Mindestens 200.000 Euro Schaden für die Stadt

Hoffmann wird vorgeworfen, er habe zu viel Geld für die Sanierung von Flüchtlingsunterkünften ausgegeben. Mindestens 200.000 Euro Schaden sollen der Stadt Mayen so entstanden sein. Nach und nach werden immer mehr fragwürdige Details bekannt. Beispielsweise stellte sich heraus, dass einige der sanierten Räume nicht als Wohnung für Flüchtlinge nutzbar waren, weil keine entsprechende Genehmigung vorlag. Einige dieser Ungereimtheiten könnten auch strafrechtlich relevant sein, meinen vier der fünf Stadtratsfraktionen.

Stadtratsfraktionen bemängeln schleppende Aufklärung

Sie werfen dem Oberbürgermeister vor, dass er die Aufklärung des Falles verzögere und verschleppe. Erst auf ihr Drängen habe er Anfang der Woche den ehemaligen Geschäftsführer auch von seinem Amt als Büroleiter und Kämmerer der Stadtverwaltung entbunden. Der Oberbürgermeister versprach am Donnerstagabend, den Fall baldmöglichst aufzuklären.

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