Eröffnung des Landschafts- und Erlebnisparks Alles neu auf dem Loreley-Plateau bei Sankt Goarshausen

Eröffnung des Landschafts- und Erlebnisparks Alles neu auf dem Loreley-Plateau bei Sankt Goarshausen

Loreley (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Thomas Frey/dpa)
Das verwandelte Loreley-Plateau von oben. Nach Angaben des Projektleiters werden rund 300.000 Besucher pro Jahr erwartet. picture alliance/Thomas Frey/dpa
Gästeführerin Ute Grassmann und der letzten Loreley Theresa Lambrich gefällt der umgestaltete Landschafts- und Erlebnispark.
Der sogenannte 200 Meter lange barrierefreie Strahlenweg ist fertig. Man geht wie durch eine Schlucht - rechts eine Mauer, links liegen natürliche Gesteine, u.a. Grauwacke und Schiefer.
Neue, moderne Sitzgelegenheiten werten das Plateau des weltbekannten Felsens auf.
Ministerpräsidentin Dreyer und hochrangige Vertreter von Bund und Gemeinde eröffnen nach zweieinhalb Jahren Bauzeit das neu gestaltete Loreley-Plateau.
Ein Fels mit einem flammenden Herz. Wenn man mit der linken Hand schweigend darüber streicht, soll man Glück in der Liebe haben.
Ein fantastischer Blick auf die schimmernde Sonne im Wasser.
Die "Loreley-Aussicht" ist gleich geblieben - einfach wunderschön!
Malu Dreyer zerschneidet das rote Band. Das neue Loreley-Plateau ist damit ab sofort öffentlich zugänglich.
Beim Lichtkunstfestival "Rheinleuchten" werden die Bäume durch das Farbenspiel in Szene gesetzt. Dazwischen stehen kleine Leuchtkugeln und blütenartige Lichter.
Die Installation auf dem Loreley-Felsen war aufwendig: Innerhalb einer Woche wurden über 71 km Kabel und Material von zwei Sattelzügen verbaut.

Immer noch gilt die Loreley als eines der beliebtesten Ausflugsziele. Das Plateau des weltbekannten Felsens wurde umgestaltet. Jetzt ist es offiziell eröffnet. Am Abend wurde es von Lichtkünstlern in Szene gesetzt.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hatte den neuen Kultur- und Naturpark auf dem Felsplateau hoch über dem Rhein am Donnerstag eröffnet. Seit Donnerstagabend steht die runderneuerte Loreley im Zentrum des Lichtspektakels "Rheinleuchten". Auch an zahlreichen anderen Orten im Welterbe Oberes Mittelrheintal findet das Festival über die Ostertage statt, etwa auf der preußischen Festung Ehrenbreitstein.

Das Land Rheinland-Pfalz hat nach Angaben von Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) bislang rund acht Millionen Euro in den neuen Park investiert. Etwa eine halbe Million Euro kommen nach Angaben von Projektleiter Armin Schaust von der Verbandsgemeinde und fünf Millionen Euro aus einem Fördertopf des Bundes.

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19:30 Uhr
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SWR Fernsehen RP

Mit diesen insgesamt rund 13,5 Millionen Euro ist aber nur der erste Bauabschnitt finanziert - je nach weiterer Förderung soll laut Schaust 2020 oder 2021 noch ein zweiter Abschnitt eröffnet werden. Malu Dreyer lobte vor allem, dass der weltberühmte Felsen oberhalb von St. Goarshausen jetzt auch für Menschen mit einer Gehbehinderung oder für Rollstuhlfahrer zugänglich ist.

Vor 17 Jahren hatte die UNESCO das "Tal der Loreley" zum Welterbe erklärt. Aber insbesondere das Plateau des weltbekannten Felsens war in die Jahre gekommen und bot einen traurigen Anblick. Bis sich Gemeinden, Land und Bund vor drei Jahren entschlossen, die Loreley zu einem Landschafts- und Erlebnispark umzugestalten.

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"Am mythischen Fels"

Nur die hüfthohe schwarze Info-Säule ist vom alten Loreley-Berghotel übrig geblieben. Sie steht am Eingang des Besucherzentrums, das jetzt "Am mythischen Fels" heißt. Hier startet Gästeführerin Ute Grassmann wie eh und je ihren Spaziergang zum Loreley-Plateau.

Das ehemalige Deutsche Turner- und Jugendheim liegt hinter einer grauen Betonmauer. Es wird noch renoviert. Fertig ist dagegen der sogenannte 200 Meter lange Strahlenweg. Fast entsteht der Eindruck geradewegs in den gegenüberliegenden Hunsrück laufen zu können. Der Rhein ist erst mal gar nicht zu sehen. Wie durch eine Schlucht, links künstlich hochgebaut, rechts liegen natürliche Gesteine wie Grauwacke und Schiefer.

Sechs Aussichtspunkte

Besucher können zur Felsenspitze mit sechs Aussichtspunkten, die tiefe Blicke in das canyonartige Durchbruchstal des Rheins im Schiefergebirge ermöglichen, schreiten. Denn das, was mal dicht zugewachsen war, bietet jetzt einen freien Blick - 130 Meter in die Tiefe. Der schnurgerade Weg ist 380 Meter lang.

Menschen und Zelte auf Loreley-Plateau (Foto: SWR)
Offizielle Eröffnung des Loreley-Plateaus

Oder die Touristen flanieren auf einem 500 Meter langen schmaleren "Mythenpfad" auf Umwegen zur Felsennase. Eintritt kostet der Park nicht. Die Unterhaltungskosten der Anlage sollen mit den Parkgebühren für Autos finanziert werden.

Figur der Loreley

Nach weiteren 50 Metern eröffnet sich eine fantastische Aussicht ins Tal. Noch fehlen am Geländer die Informationen auf einer metallenen Hinweistafel, die Gästeführerin erzählt, dass man die Burg Katz und die Burg Maus sieht, unterhalb des Felsens die Stadt Sankt Goarshausen. All das soll auf einem Bord bald für alle greifbar und sichtbar sein.

Etwas fehlt der Gästeführerin aber noch zur vollkommenen Zufriedenheit: Eine Figur der Loreley, vor der man fotografiert werden kann.

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