Ein Kirchendach mit Kreuz im Gegenlicht mit dunklen Wolken (Foto: dpa Bildfunk, Friso Gentsch)

Sexueller Missbrauch - Klerikerverbot aus Rom Früherer Koblenzer Priester darf Amt nicht mehr ausüben

Die Kongregation für die Glaubenslehre in Rom hat Ende 2019 einem Priester aus dem Raum Koblenz dauerhaft verboten, sich in der Öffentlichkeit als Geistlicher zu präsentieren. Der Mann ist bereits seit 2003 im Ruhestand.

Wie das Bistum Trier mitteilte, hatte der Mann sich in den 80-er Jahren als Pfarrer einer Koblenzer Gemeinde des sexuellen Missbrauchs an zwei Jugendlichen schuldig gemacht, darunter im Fall eines Jugendlichen unter 16 Jahren des mehrfachen schweren sexuellen Missbrauchs. Nach Bistumsangaben hatte der Priester den Missbrauch gestanden. Koblenz liegt im Bistum Trier.

Inzwischen habe sich beim Bistum Trier eine weitere betroffene Person gemeldet. Deswegen habe das Bistum nun eine neue kirchenrechtliche Voruntersuchung gegen den Priester eingeleitet. Dieser lebt seit seiner Pensionierung nicht mehr im Bistum Trier.

36 Priester beschuldigt

Seit Bekanntwerden des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche vor rund zehn Jahren sind im Bistum Trier 36 noch lebende Priester des sexuellen Missbrauchs beschuldigt worden. In der Regel würden gegen alle beschuldigten Priester kirchenrechtliche Voruntersuchungen eingeleitet, sagte die Sprecherin des Bistums.

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