Europameisterin Cheyenne Schumacher am Start Schlittenhunderennen im Westerwald mit Besucherrekord

Die Veranstalter sind zufrieden: Das Wetter spielte mit und mit 5.000 Besuchern kamen weit mehr Menschen zum Schlittenhunderennen in Liebenscheid als erwartet. Besonders im Fokus war die 17-jährige Cheyenne Schumacher.

Das Rennen in Liebenscheid (Westerwaldkreis) ist eines der größten Schlittenhunderennen in Deutschland. Bis vor ein paar Tagen war allerdings noch nicht klar, ob es genug Schnee geben würde. Doch die Veranstalter hatten Glück: Alle Rennen konnten mit dem Schlitten statt mit dem Wagen gefahren werden.

Dauer

Rund 120 Sportler hatten sich mit mehr als 300 Hunden zu dem Wettbewerb angemeldet, darunter Teilnehmer aus den Niederlanden und Österreich. Gefahren wurde auf unterschiedlichen Strecken zwischen sieben und 18 Kilometern rund um Liebenscheid.

Rheinland-Pfälzerin ist einer der besten Fahrerinnen

Vorne mitmischen wollte auch eine Rheinland-Pfälzerin: Cheyenne Schumacher aus Wassenach am Laacher See ist eine der besten Schlittenhundefahrerinnen der Welt. Für ihre Erfolge trainiert die 17-Jährige mit ihren Huskys fast jeden Tag.

Beim Training rast die Auszubildende meistens früh morgens oder abends mit 20 km/h über die Feldwege im Kreis Ahrweiler: "Ich fahre gerne im Dunkeln. Der Grund dafür sind die vielen Spaziergänger. Die fühlen sich einfach oft durch mich und meine Hunde gestört."

Schittenhundefahrerin auf Gespann (Foto: SWR)
Ist eine der besten Musherinnen der Welt: Cheyenne Schumacher aus Wassenach am Laacher See

"Das beste Hobby der Welt"

Zwei bis vier Stunden dauern die Trainingseinheiten normalerweise, erklärt Schumacher. Da im Kreis Ahrweiler meistens nicht genug Schnee liegt, ziehen die Huskys eine Art Roller, auf dem die Musherin steht: "Für mich ist es das beste Hobby der Welt. Ich bin Teammitglied und Trainerin zugleich. Ich lebe mit den Hunden zusammen und wir sind als Team auch zusammengewachsen."

Das zahlt sich auch in den Wettkämpfen aus: Cheyenne Schumacher ist Europameisterin und hat bei der Weltmeisterschaft in der Slowakei vor knapp drei Monaten die Bronzemedaille gewonnen - der bis jetzt größte Erfolg der Wassenacherin.

Begeisterung der Eltern hat sie zum Sport gebracht

Das Talent für den außergewöhnlichen Sport hat Cheyenne Schumacher in die Wiege gelegt bekommen: "Meine Eltern haben in den 90ern mit dem Schlittenhundesport angefangen. Sie hatten neun Huskys und ich bin quasi als zehnter Hund aufgewachsen."

Heute hat die 17-Jährige selbst zwei sibirische Huskys: die zehnjährige Tine und den fünfjährigen Hocus Pocus.

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