Probleme rund um Kirchberg Eltern müssen wegen Schulbus-Chaos im Hunsrück improvisieren

Momentan hilft nur das Eltern-Taxi: Rund um die Verbandsgemeinde Kirchberg im Hunsrück fahren fast keine Busse mehr, auch keine Schulbusse.

Die Eltern mussten deshalb am Donnerstag improvisieren und sich untereinander helfen. Einige Kinder sind mit dem Fahrrad zur Schule gefahren.

Vor der Gesamtschule Kirchberg reihten sich vor dem Schulschluss viele Autos aneinander. Mitarbeiter des Ordnungsamtes versuchten den Verkehr in den Griff zu kriegen.

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19:30 Uhr
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SWR Fernsehen RP

Von dem Bus-Chaos sind etwa 2.000 Schüler betroffen. Grund dafür ist die kurzfristige Insolvenz von zwei Busunternehmen. Sie hatten die europaweite Ausschreibung der Busstrecken für den neuen Fahrplan gewonnen, der seit Anfang August im Hunsrück in Kraft ist.

Abgesehen von den beiden Unternehmenspleiten macht zudem der Busfahrermangel auf dem bundesweiten Arbeitsmarkt dem Rhein-Hunsrück-Kreis zu schaffen. Laut Dezernentin Sandra Zilles warben beteiligte Firmen auch Busfahrer im Ausland an. Noch gebe es teils Sprachprobleme in den Schulbussen.

Auch in den sozialen Netzwerken machen sich Eltern Luft. Wie dieser berufstätige Vater, der sich fragt, ob sein Kind in der Schule angekommen ist.

Auto an Auto vor dem Gymnasium in Simmern

Wegen der Probleme im Schülerverkehr hat Landrat Marlon Bröhr (CDU) die Eltern am Mittwoch in einer Krisensitzung darum gebeten, bis auf weiteres ihre Kinder selbst in die Schule oder den Kindergarten zu fahren. Viele Eltern mussten nun Fahrgemeinschaften bilden oder vor ihrer Arbeit früher aufstehen, um alles zeitlich regeln zu können. Vor dem Herzog-Johann-Gymnasium in Simmern sorgte das am Donnerstagmorgen für ein kurzes Verkehrschaos.

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Krisen-Sitzung des Kreistages am Freitag

Die Kreisverwaltung arbeitet nach eigenen Angaben mit Hochdruck daran, ein neues Busunternehmen zu finden, das die Busstrecken in der Verbandsgemeinde Kirchberg übernimmt. Am Freitag muss der Kreistag entscheiden, ob die Strecken in einem beschleunigten Verfahren neu ausgeschrieben werden.

Welche Schulen, Kitas und Buslinien betroffen sind, haben wir hier zusammengestellt.

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