Auszubildende der Bundespolizeiausbildungsstätte in Diez üben bei einer Nachtübung im Wald die Versorgung von Verletzten (Foto: picture-alliance / dpa)

Polizeinachwuchs übt Suche nach Verletzten Bundespolizeischule in Diez simuliert ICE-Unfall

Die neue Bundespolizeischule hat erstmals eine Großübung im Freien organisiert. Bei einem simulierten Bahnunfall mussten die Polizeianwärter in der Nacht zum Mittwoch Verletzten helfen.

Die Anwärter wurden in der Nacht zum Mittwoch aus dem Schlaf gerissen, wie Lehrgruppenleiter Manfred Hasse mitteilte: "Die sollten unter Stress gesetzt werden."

Die angehenden Polizisten übten die Sicherung und Durchsuchung eines Waldstücks, wo nach dem ICE-Unfall die vermeintlich Verletzten herumirrten. Außerdem ging es um eine schnelle Erstversorgung der Verletzten.

Dauer

Am Mittwochvormittag mussten die angehenden Bundespolizisten dann in Kleidung durch die Lahn schwimmen und durchnässt ein bis zwei Kilometer zu ihrer Unterkunft zurücklaufen. Zuvor hatte es einen längeren Orientierungslauf in voller Montur gegeben. Laut Hasse sollen die Anwärter die gelernte Theorie in die Praxis umsetzen: "Die fühlen, die sehen, die schmecken mehr oder weniger den Einsatz." Das schaffe beim Lernen neue Verknüpfungen verschiedener Sinneseindrücke.

Die Bundespolizeischule in der früheren Freiherr-vom-Stein-Kaserne der Bundeswehr in Diez im Rhein-Lahn-Kreis hat im Herbst 2017 ihren Betrieb aufgenommen. Rund 460 Anwärter durchlaufen eine zweieinhalbjährige Ausbildung für den mittleren Dienst.

Auszubildende der Bundespolizeiausbildungsstätte in Diez schwimmen nach einer Nachtübung über die Lahn. (Foto: SWR)
Die Auszubildenden der Bundespolizeiausbildungsstätte in Diez mussten der Nachtübung über die Lahn schwimmen
STAND