Eine Drohne mit Polizeiaufschrift (Foto: SWR)

Polizeiarbeit in der Luft 24 Drohnen helfen der Polizei in Rheinland-Pfalz

Sie kommen bei Tatortaufnahmen oder bei Großveranstaltungen zum Einsatz, auch die Spezialeinheiten profitieren von ihren Flügen. Über den Einsatz der 24 Drohnen der rheinland-pfälzischen Polizei informierte Innenminister Roger Lewentz (SPD) am Dienstag in Winningen.
 
 

Dort ist die Hubschrauberstaffel der Polizei stationiert. Die Polizisten haben in Winningen in einer längeren Testphase den Einsatz von Drohnen geübt. Der Innenminister sieht im Einsatz von Drohnen keine Gefahr einer Rundum- Überwachung. Im Radioprogramm SWR Aktuell sagte Lewentz: "Wir spionieren ja keine einzelnen Bürger aus. Wir schauen uns aus der Luft sich möglicherweise aufbauende Situationen an und das ist ganz im Interesse von Menschen, die sicher zu einer Veranstaltung gehen wollen." Außerdem würden die Drohnen-Lenker als "Luftfahrzeugfernführer" sehr intensiv ausgebildet, sagte Lewentz, gerade auch in rechtlichen Fragen und was eben nicht gehe.

Dauer

Drohnen bieten auch der Polizei neue Möglichkeiten

Neben der Sicherung von Großveranstaltungen wie dem Tag der deutschen Einheit, dem Rheinland-Pfalz-Tag oder auch Weihnachtsmärkten gebe es ein breites Spektrum an Möglichkeiten zur Unterstützung der Polizei, so Lewentz. Weitere Einsatzmöglichkeiten seien beispielsweise die dreidimensionale Dokumentation von Tatorten sowie die unterstützende Aufklärung bei Spezialkräfte-Einsätzen, bei denen die Drohnen "quasi um die Ecke schauend" mit dabei seien. Außerdem stelle der Einsatz von Drohnen einen Quantensprung in der Aufnahme, Dokumentation und Auswertung von komplexen Tatorten dar, betonte der Minister. Auch ein schwerer Verkehrsunfall sei ein Tatort, der auf diese Art in völlig neuer Weise dargestellt werden könne.

Mit den 24 Drohnen, über die die Polizei in Rheinland-Pfalz verfügt, habe man eine gute Basis-Ausstattung, sagte Lewentz. Dafür hat das Land bereits rund 160.000 Euro ausgegeben. Bis 2020 sollen vier weitere angeschafft werden. Mitsamt Technik und Kameras koste diese Anschaffung nochmals 200.000 Euro, so ein Sprecher des Innenministeriums.

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