Hand an Smartphone - Social-Media-Apps (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Polizei ermittelt gegen mehrere Jugendliche Neuwieder Schüler sollen Kinderpornografie und Gewaltvideos verbreitet haben

Die Polizei in Neuwied ermittelt nach eigenen Angaben gegen mehrere Schüler. Sie sollen in sozialen Medien oder über ihre Handys strafbare Inhalte an andere Jugendliche weitergeleitet haben.

Von der Polizei in Neuwied heißt es, immer mehr Schüler würden völlig sorglos und unkritisch Videos oder Texte weiter verbreiten, die strafrechtlich relevant seien: Sie zeigten etwa schwere Gewaltkriminalität, Kinderpornografie oder Volksverhetzung.

Strafverfahren eingeleitet

In mehreren Fällen hat die Polizei Neuwied deshalb jetzt Strafverfahren gegen Schüler eingeleitet, die solche Inhalte weiterverbreiten. Nach Angaben eines Polizeisprechers geht es um fünf konkrete Hinweise in den vergangenen drei Wochen, denen die Ermittler jetzt nachgehen.

Die tatverdächtigen Jugendlichen seien zwischen 14 und 17 Jahre alt. Da einige Bilder und Videos auch in Gruppen das Messenger-Dienstes WhatsApp verschickt wurden, rechnet die Polizei damit, dass sich die Ermittlungen noch ausweiten werden.

Schüler müssen mit Hausdurchsuchungen rechnen

Die Jugendlichen müssten mit Strafen wie Sozialstunden oder Jugendarrest rechnen, sagte ein Polizeisprecher auf SWR-Nachfrage. Es gebe möglicherweise aber auch Hausdurchsuchungen, zum Beispiel in ihren Zimmern zuhause. Die Schüler müssten auch damit rechnen, dass ihre Handys, Laptops oder Computer überprüft und gegebenenfalls beschlagnahmt würden.

Eltern sollen Inhalte überprüfen

Die Polizei in Neuwied empfiehlt deshalb allen Eltern, die Handy, Tablets und Computer ihrer Kinder zu überprüfen, zweifelhafte Inhalte zu löschen und deren Verbreitung zu verhindern.

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