Ein verwüstetes Grab  (Foto: SWR)

Pietätlose Tiere Wildschweine graben in Nievern Friedhof um

Stellen Sie sich vor, Sie gehen auf den Friedhof, möchten in Ruhe Ihren Liebsten oder verstorbenen Freunden gedenken und sehen dann umgepflügte Gräber und rausgerissene Blumen. So ist es in Nievern geschehen.

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30 Gräber wurden dort zerstört. Seit einigen Monaten werden die Wildschweine immer dreister, marschieren durch das Dorf, durch Gärten und jetzt auch durch den Friedhof. Auf dem Nieverner Friedhof im Rhein-Lahn-Kreis sind die Spuren der Wildschweine nicht zu übersehen. Die Grünflächen sind aufgebrochen. Statt sattes Grün, überall brauner Matsch. Auch die Gräber wurden von den Wildschweinen nicht verschont.

Mit ihren Schnauzen haben sie Blumen herausgerissen, die Erde aufgewühlt. Für Ortsbürgermeister Lutz Zaun ist das schwer zu ertragen.

„Ich wurde angerufen: Lutz, komm dir deinen Friedhof angucken. Und als ich hier her kam und den Schaden gesehen habe - völlig durchwühlt und auf den Kopf gestellt - also da sind mir die Tränen gekommen.“

Lutz Zaun, Ortsbürgermeister von Nievern
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Der Ortsbürgermeister ist verzweifelt. Auch die Anwohner sind beunruhigt. Die Tiere vor Ort abzuschießen, ist zu gefährlich. Viel zu groß wäre die Gefahr, dass jemand verletzt würde. Deshalb hofft der Ortsbürgermeister jetzt auf die Unterstützung durch Landrat und Jäger. Die Tiere sollen aus dem Dorf vertrieben werden.

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