Landebrücke in Kamp-Bornhofen kann wegen Niedrigwassers nicht mehr angefahren werden (Foto: Loreley-Linie Weinand GmbH)

Niedrigwasser des Rheins macht Probleme Schiffs-Anlegestellen im Mittelrheintal kaum noch anfahrbar

Wegen des Niedrigwassers müssen sich Anbieter von Schiffsausflügen auf dem Rhein zum Teil stark einschränken, weil Anlegestellen fehlen. Trotzdem sind sie zufrieden mit der Saison.

Viel Sonne und so gut wie kein Regen - dieses Wetter habe dazu geführt, dass es kaum Umsatzeinbußen gegeben habe, so die Anbieter von Schiffsausflügen auf dem Rhein. Der heiße Sommer habe viele Urlauber auf die Schiffe gelockt.

Fahrgastschiff "Goethe" schon lange im Hafen

Ein verregneter Sommer wäre dreimal schlimmer gewesen, hieß es bei der Schifffahrtsgesellschaft KD, die derzeit sechs Orte am Mittelrhein nicht mehr anfahren kann, darunter die Anlegestellen in Bad Salzig, Kamp-Bornhofen, Lorch und Oberlahnstein. Das berühmte historische Fahrgastschiff "Goethe" fährt schon seit mehreren Wochen nicht mehr, weil es zu viel Tiefgang für den niedrigen Wasserpegel hat. Der liegt beispielsweise in Kaub momentan etwa 1,40 Meter tiefer als normalerweise. Auch Frachtschiffe können deshalb immer weniger laden.

Kleineres Schiff als Behelfsbrücke

Die Loreley-Linie aus Kamp-Bornhofen kann dort nur noch anlegen, indem sie ihr kleinstes Schiff am Steiger liegen hat. Dort legen dann die größeren Schiffe an und nutzen das kleine wie eine Brückenverlängerung. Auch beladen und getankt werden kann nur noch auf diese Weise. Einen anderen Anleger in Kamp-Bornhofen kam kein Schiff mehr erreichen. Deshalb fiel sogar eine geplante Schiffs-Wallfahrt zum Franziskanerkloster mit mehr als 700 Pilgern aus Bonn aus.

Niedrigwasser im Mittelrheintal Wasserstand des Rheins sinkt weiter

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