Ein Schild mit der Aufschrift "Schulbus" an einer Bushaltestelle (Foto: Imago, imago images / Manngold)

Neues Buskonzept seit Anfang August in Kraft Schulbusse im Hunsrück - teilweise massive Probleme

Der neue Busfahrplan im Rhein-Hunsrück-Kreis hat zu Schulbeginn für teils massive Probleme gesorgt. Nach Angaben der Kreisverwaltung fielen im südlichen Teil des Kreises elf Buslinien komplett aus.

Der Ausfall sei sehr kurzfristig gewesen, so dass die Kreisverwaltung nicht mehr rechtzeitig reagieren konnte, sagte eine Sprecherin dem Südwestrundfunk. Vereinzelt habe man Sonderbusse einsetzen können. An anderen Orten hätten die Eltern selbst Schülertaxen organisiert. Trotzdem seien viele Schüler am Montag deutlich zu spät zum Unterricht erschienen.

Die Kreisverwaltung hatte schon damit gerechnet, dass es nach den Sommerferien zu Problemen kommen könnte: Der neue Fahrplan gilt erst seit dem 1. August, es gebe viele neue Fahrer, neue Busse und neue Strecken. Da seien Startschwierigkeiten vorprogrammiert, heißt es, mit einem solchen massiven Ausfall habe man aber nicht gerechnet. Die Kreisverwaltung hatte die Eltern gebeten darauf zu achten, ob die Schulbusse planmäßig fahren.

Viele Veränderungen im Hunsrücker Busfahrplan

Der neue Busfahrplan hat nach Angaben des Verkehrsverbundes Rhein-Mosel (VRM) seit dem 1. August Veränderungen auf den meisten Linien und Strecken gebracht. In allen Orten des Rhein-Hunsrück-Kreises mit mehr als 200 Einwohnern fährt jetzt beispielsweise an den Wochentagen zwischen 6 und 20 Uhr mindestens alle zwei Stunden ein Bus.

Auch an den Wochenenden werden nach VRM-Angaben deutlich mehr Fahrten zwischen den Orten angeboten, beispielweise fahren von Oberwesel aus Busse hoch auf die Höhenzüge des Oberen Mittelrheintals. Außerdem sind jetzt auf zwei Strecken Doppeldeckerbusse im Einsatz, etwa von Simmern nach Bad Kreuznach.

Doppeldeckerbus in Simmern (Foto: SWR)

Schneller und einfacher umsteigen

In dem neuen Verkehrsnetz gibt es auch sogenannte Knotenpunkte - zum Beispiel am alten Bahnhof in Simmern oder am Schulzentrum Kirchberg, teilte der VRM mit. Dort sollen viele Buslinien zusammenlaufen, Fahrgästen könnten so schneller und einfacher umsteigen. Der Busfahrplan berücksichtige außerdem die Abfahrzeiten der Regionalzüge an den Bahnhöfen.

Kritik vor der Umstellung auf den neuen Busfahrplan

Im Vorfeld gab es aber schon Kritik am neuen Busfahrplan - etwa von Eltern aus Biebertal, die ihre Kinder durch längere Fahrzeiten benachteiligt sehen. Nach Angaben einer Bürgerinitiative brachte sie der Bus bislang auf direktem Weg zu den Schulen in Kastellaun und Kirchberg. Ab dem 1. August sind beide Städte aus den Gemeinden im Biebertal nur mit Umstieg in Simmern erreichbar. Rund 40 Kinder sind betroffen, heißt es.

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