Nach gescheiterter Wahl im Mai Kloster Maria Laach hat neue Leitung

Die Abtei Maria Laach hat einen neuen Oberen. Der 62-jährige Pater Petrus Nowack wurde zum Prior-Administrator des Benediktiner-Ordens ernannt. Die Leitung der Abtei ist für ihn kein Neuland.

Nach der gescheiterten Abtwahl Anfang Mai ernannte Abtpräses Dr. Albert Schmidt OSB (lat. = Ordo Sancti Benedicti) mit der Zustimmung des Kongregationsrats Pater Petrus und beauftragte ihn, die Abtei in den kommenden drei Jahren zu leiten.

Auf dem Vorplatz zur Abtei Maria Laach stehen in Mönchskutte Abt Franziskus Heeremann, zukünftiger Visitator; der neue Obere, Pater Petrus Nowack; Dr. Albert Schmidt, Abtpräses der Beuroner Benediktinerkongregation (v.l.n.r.)  (Foto: SWR)
Abt Franziskus Heeremann, zukünftiger Visitator; der neue Obere, Pater Petrus Nowack; Dr. Albert Schmidt; Abtpräses der Beuroner Benediktinerkongregation (v.l.n.r.)

Die Leitung erst einmal für drei Jahre zu vergeben, sei ein nicht unübliches Vorgehen, so der Abtpräses. Die wichtige Arbeit der Abtei Maria Laach sei damit gut abgesichert. "Mit Pater Petrus wurde ein hauseigener Oberer berufen, der bereits in den vergangenen Jahren intensiv in die Leitung der Abtei eingebunden war."

Pater Petrus unterstützte zunächst, nun leitet er selbst

Pater Petrus ist seit 1975 Mönch der Abtei Maria Laach. Er hat bereits mehrere Jahre lang die ehemaligen Oberen des Klosters als Prior und Subprior unterstützt. Seit dem Abschied von Pater Andreas hatte Pater Petrus die Abtei kommissarisch geleitet. Als Prior-Administrator übernimmt er jetzt alle Rechte und Pflichten eines Oberen.

Die Abtei Maria Laach besteht nach Klosterangaben zufolge seit über 920 Jahren als Benediktiner-Orden. Das katholische Kloster biete als Begegnungsstätte Kunst, Kultur, Erholung, Lesungen und Konzerte. Jährlich besuchen rund 700.000 Menschen die Klosteranlage. Zum Kloster gehören rund zehn Betriebe wie Gärtnerei oder Gutshof. Je nach Saison arbeiten dort bis zu 250 Menschen.

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