Schnellstrecke Köln-Frankfurt Zugverkehr im Westerwald rollt nach ICE-Brand wieder

Nach dem Brand eines ICE im Westerwald vor gut einer Woche hat die Deutsche Bahn den Zugverkehr auf der Schnellstrecke Köln-Frankfurt zum Großteil wieder aufgenommen. Die Reperaturarbeiten können aber noch Monate dauern.

Wie die Bahn bestätigte, startete der erste Zug am Samstag um 4.22 Uhr von Köln in Richtung München. Zunächst fahren die Züge in dem betroffenen Bereich, der zwischen Siegburg/Bonn und Montabaur liegt, eingleisig.

An der betroffenen Stelle nahe Dierdorf (Kreis Neuwied) ist das weniger beschädigte Gleis diese Woche instand gesetzt worden. Nach Bahn-Angaben sind Reparaturteams weiter rund um die Uhr im Einsatz, um auch das zweite Gleis instand zu setzen. Bis dahin gibt es weiter größere Fahrplanabweichungen zwischen Köln und Frankfurt. Etwa ein Drittel der Züge fällt noch aus.

Die Unfallstelle können die Züge nur mit reduzierter Geschwindigkeit passieren, erläuterte die Bahn. Auch können die zwischen Köln und Frankfurt fahrenden Züge noch nicht in Montabaur und Limburg Süd halten. Der eingerichtete Pendelverkehr zwischen Montabaur, Limburg Süd, Frankfurt/Main Flughafen und Frankfurt/Main Hauptbahnhof bleibe deshalb weiterhin bestehen, teilte die Bahn mit.

Ausgebrannter ICE bei Dierdorf (Foto: picture-alliance / dpa)
510 Passagiere mussten den brennenden Zug verlassen.

Weiter monatelange Ausbesserungen?

Die Gleise liegen nicht wie sonst üblich auf einem Schotterbett. Sie sind wegen der hohen ICE-Geschwindigkeiten auf einer Betonfläche befestigt.

Durch die Hitze während des Brands könnte möglicherweise der Untergrund beschädigt worden sein. Das wird derzeit mit Bohrungen überprüft. Die Bahn geht davon aus, dass bis Anfang kommender Woche erste Ergebnisse vorliegen. Erst dann kann sie sagen, ob die Schäden provisorisch repariert werden oder ob die Gleise aufwändig und zeitintensiv instand gesetzt werden müssen.

510 Fahrgäste in Sicherheit gebracht

Das Feuer war am vergangenen Freitag in einem ICE ausgebrochen. 510 Fahrgäste wurden aus dem Zug gebracht, fünf Menschen erlitten leichte Verletzungen. Wie es zu dem Feuer kommen konnte, müssen nach Angaben der Bahn weitere Untersuchungen klären.

Nach Angaben der Ermittler könnten die Untersuchungen mehrere Wochen dauern. Der vordere Teil des Zuges war ins ICE-Werk nach Frankfurt-Griesheim gebracht worden, der hintere vom Brand betroffene Teil wird in Krefeld unter die Lupe genommen.

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