Laserpointer (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Nach Angriff auf Hubschrauberstaffel Winningen Piloten warnen vor Laserpointer-Attacken

Nach einem Laserpointer-Angriff auf Piloten der Winningen Hubschrauberstaffel appelliert die Polizei, die Laserpointer nicht gegen Menschen, Hubschrauber oder Flugzeuge zu richten. Im schlimmsten Fall könne das zum Absturz führen.

In dem neuesten Fall unterstützte die Polizeihubschrauberstaffel aus Winningen eine Vermisstensuche im Rheingau-Taunus-Kreis. Während des Fluges sind Pilot und Co-Pilot nach Angaben der Polizei von einem Laserpointer geblendet worden. Sie wurden dabei im Auge so schwer verletzt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. Gegen den mutmaßlichen Täter wird ermittelt.

Dauer

Etwa zehn Angriffe pro Jahr

Die Besatzung der Polizeihubschrauberstaffel Winningen werde jedes Jahr etwa zehn Mal von einem Laser geblendet, sagt der stellvertretende Leiter der Hubschrauberstaffel Oliver Theobald. Bisher sei keiner der Polizisten schwerer verletzt worden, dauerhafte Schäden an den Augen seien aber durchaus möglich, mahnt der 50-jährige Pilot.

Simulator-Training gegen das Laser-Atacken

Die Piloten versuchen sich nach eigenen Angaben so gut wie möglich, auf die unerwarteten Lichtstrahl-Attacken vorzubereiten. Sie trainieren diese Fälle regelmäßig im Simulator. Dazu gehört zum Beispiel auch den Autopiloten einzuschalten, wenn die Polizisten geblendet werden.

Täter können oft genau geortet werden

Dank der Nachtsichtgeräte am Hubschrauber sei es häufig möglich, den Ort der Laser-Attacke zu ermitteln, sagt Theobald. Dann geben die Piloten der Polizeihubschrauberstaffel schnellstmöglich einen Hinweis an die Kollegen am Boden: "Die werden informiert und wir können dann exakt bestimmen, wo das Laserlicht herkommt."

Laserattacken sind strafbar

Angriffe mit Laserpointern sind durchaus kein Kavaliersdelikt, sagt Oliver Theobald: " Es handelt sich um einen gefährlichen Eingriff in den Luftverkehr. Das ist eine Straftat, schon der Versuch ist strafbar." Deshalb appelliert die Polizeihubschrauberstaffel Winningen an alle Besitzer eines Laserpointers, diesen bedacht einzusetzen und nicht gegen Menschen zu richten.

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