Blick von oben auf den Kühlturm des AKW in Mülheim-Kärlich (Foto: SWR)

Abrissarbeiten an Atomkraftwerk enden AKW-Kühlturm Mülheim-Kärlich soll am 9. August fallen

Der Kühlturm des alten Atomkraftwerkes in Mülheim-Kärlich soll nach Angaben von RWE am Freitag nächster Woche kontrolliert zum Einsturz gebracht werden. Mehr als 100 Anwohner und Interessierte kamen zu einem Info-Abend zusammen.

Noch ragt der alte Kühlturm des AKW rund 80 Meter in die Höhe. Am 9. August soll er dann kontrolliert in sich zusammensacken. Dazu wurden bereits große, teils 30 Meter lange Schlitze in die Kühlturmmauern geschnitten. So soll die Konstruktion gezielt destabilisiert werden.

Menschen in Saal (Foto: SWR)
Rund 100 Anwohner und Interessierte informierten sich über den Ablauf des AKW-Abrisses.

Ab Freitagmittag sollen tragende Stützen am Boden des Turms entfernt werden. Noch am selben Tag soll der Turm dann in sich zusammenfallen.

Dauer

Der Bereich um das ehemalige AKW werde auf mehrere hundert Meter gesperrt. RWE teilte mit, dass auch die Rheinuferstraße während der Abrissarbeiten gesperrt werde. Der Bahnverkehr sowie die Bundesstraße B9 würden von den Abrissarbeiten nicht betroffen sein.

Dauer

Nach dem Turmabriss ist noch nicht Schluss in Mülheim-Kärlich. Der gesamte AKW-Abriss dauert voraussichtlich noch ein Jahrzehnt. Der Reaktor war nur 13 Monate in Betrieb. 1988 ging er nach einer Verfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom Netz. Bei den Planungen war die Erdbebengefahr nicht ausreichend berücksichtigt worden. Der Rückbau läuft schon seit 14 Jahren.

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