Ein Kran hebt den Abrissroboter von der Kante des Kühlturms in Mülheim-Kärlich (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Rückbau des ehemaligen Atomkraftwerks Spezialbagger verlässt Kühlturm in Mülheim-Kärlich

Der Kühlturm des ehemaligen Atomkraftwerks in Mülheim-Kärlich ist inzwischen um rund die Hälfte abgerissen worden. Der Spezialbagger kann jetzt nicht mehr weiterarbeiten und wurde deshalb abgebaut.

Die restlichen etwa 80 Meter des Turms sollen bis Ende des Jahres konventionell zurückgebaut werden. Das hatte der Energiekonzern RWE in der vergangenen Woche bei einer Informationsveranstaltung für Kommunalpolitiker bekanntgegeben. Seit Ende Mai 2018 hatte der speziell konstruierte Abrissbagger den einst 162 Meter hohen Kühlturm Stück für Stück von oben abgetragen.

Kühlturmwand ist zu stark geneigt

Der Bagger kann nach Angaben der RWE-Ingenieure nicht mehr eingesetzt werden, weil er auf der schmalen Kante des Kühlturms sitzt und seitlich an der Wand abgestützt werden muss. Oben sei das recht einfach gegangen, weil die Kühlturmwand dort realtiv gerade verlaufe. Weiter unten neigt sich die Wand so stark, dass der Bagger irgendwann schief auf der Kante hängen würde, teilte RWE mit. Wichtige Wartungsarbeiten könnten dann nicht mehr durchgeführt werden.

Der weitere Abriss soll nun vom Boden aus erfolgen. Welche Methode angewendet werden soll, stehe derzeit aber noch nicht fest, sagte RWE. In zwei Monaten will der Konzern darüber informieren. Bis Ende des Jahres soll der Turm dann ganz abgerissen sein.

Erste Teile des Geländes sind verkauft

RWE teilte außerdem mit, dass Anfang des Jahres etwa drei Hektar des ehemaligen Kraftwerk-Geländes an eine Koblenzer Firma für Autokrane verkauft worden seien. Weitere 5.000 Quadratmeter hätte eine mittelständische Handwerksfirma verkauft. In den nächsten Wochen soll bekanntgegeben werden, um wen es sich dabei handelt. Zudem liefen zurzeit Gespräche mit weiteren Interessenten für das insgesamt 29 Hektar große Gelände.

Dauer
STAND