Ein Ortsschild mit den Begriffen "Mietendeckel" und "Mietwucher" (Foto: Imago, Christian Ohde)

Mietwohnungen werden immer teurer Koblenzer Mieter müssen tief in die Tasche greifen

Rund jeder dritte Mieter zahlt in Koblenz nach Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes zu viel Miete. Der DGB Koblenz hat dazu Daten von Behörden aus Rheinland-Pfalz und Immobilienmaklern ausgewertet.

Die Mieten in Koblenz seien in den vergangenen fünf Jahren um fast 30 Prozent gestiegen. Das liege daran, dass gleichzeitig alte Mietverträge auslaufen, die feste Mieten hatten. Deshalb finden Mieter jetzt häufig nur Wohnungen, für die sie mehr als ein Drittel ihres Monatsgehaltes bezahlen müssen.

Nach DGB Angaben hat das Land Rheinland-Pfalz beschlossen, bis zum Jahr 2021 20.000 Wohnungen sozial zu fördern. Gleichzeitig fallen aber auch viele Sozialwohnungen aus der sogenannten Mietbindung heraus, wenn ihr sogenannter Bindungszeitraum ausgelaufen ist.

Die Gewerkschaft fordert weitere Maßnahmen vom Land: dass etwa einzelne Kommunen ihre Wohnungsgesellschaften unterstützen dürfen oder ein Recht für Mieter eine Sozialwohnung einklagen zu können.

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