Viele verschiedene bunte Pillen auf einem Haufen - Bestimmte Medikamente sind momentan Mangelware in den Apotheken im Norden von Rheinland-Pfalz.  (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Lieferengpässe in Apotheken verschärfen sich Viele Medikamente rund um Koblenz immer knapper

Schon lange klagen die Apotheker in Rheinland-Pfalz über Lieferengpässe. Und die Lage spitzt sich weiter zu - in vielen Apotheken im Norden des Landes sind bestimmte Medikamente Mangelware.

Ein Sprecher des Apothekenverbands Rheinland-Pfalz e.V. sagte dem Südwestrundfunk auf Anfrage, die Situation verschärfe sich immer mehr – und ein Ende der Lieferengpässe sei nicht in Sicht. Diesen Eindruck bestätigt auch die Paradies-Apotheke in Andernach. Nach eigenen Angaben werde die Medikamentenknappheit immer schlimmer: Seit zwei Monaten fehlten etwa ein Mittel gegen Bluthochdruck und ein Antidepressivum, so eine Sprecherin. Den Kunden alternative Medikamente auszuhändigen sei aber problematisch, im Zweifel müsse das auch mit dem behandelnden Arzt geklärt werden.

Impfstoff, Antidepressivum oder Mittel gegen Bluthochdruck sind Mangelware

In der Schloss-Apotheke in Koblenz können die Mitarbeiter nach eigenen Angaben seit zwei Monaten kaum noch Kunden mit Medikamenten versorgen, die an Bluthochdruck leiden. Auch der Impstoff gegen Gürtelrose werde seit zwei Monaten nicht geliefert, sagte der Apothekenbetreiber dem SWR. Auch seine Mitarbeiter müssen teils zeitaufwändig alternative Medikamente besorgen, das bedeute einen erheblichen Mehraufwand.

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