Die markante Eingangstür des Bürderhauses in Koblenz - Wird das Brüderhaus ins Rauental umziehen, in einen Neubau am Marienhof?  (Foto: SWR)

Krankenhaus-Geschäftsführung sieht viele Vorteile Mögliche Zusammenlegung von Brüderhaus und Marienhof in Koblenz

Die Geschäftsführung des Katholischen Klinikums Koblenz-Montabaur hat Einzelheiten zur möglichen Zusammenlegung der Krankenhäuser Brüderhaus und Marienhof mitgeteilt. Sie sieht viele Vorteile.

Im Moment laufen die Gespräche des Klinikverbundes mit der Landesregierung. Es geht um die Frage, ob das Land die geplante Zusammenlegung der beiden Krankenhäuser an einem Standort im Stadtteil Rauental finanziell unterstützen wird.

Wenn es genug Fördermittel gibt, könne man in die Detail-Planung gehen, sagte der kaufmännische Direktor des katholischen Klinikums Koblenz-Montabaur dem SWR. Jerôme Korn-Fourcarde sieht darin vor allem Vorteile. Etwa die Möglichkeit, alle ambulanten und stationären Angebote der beiden Kliniken miteinander verknüpfen zu können.

Vorteile für Patienten

Das mache es auch für die Patienten einfacher. Beispielsweise seien die Kardiologie im Marienhof und die Herz-Abteilung des Brüderhauses dann an einem Standort, das mache die Zusammenarbeit und die Versorgung der Herzinfarkt-Patienten einfacher.

Dauer

Ehrgeiziger Zeitplan für die Zusammenlegung

Geplant sei, die Vorplanung bis 2022 abzuschließen. Baubeginn könnte dann im Jahr 2023 sein. Denn es muss zügig gehen: Der Struktur-Fond des Landes für die Krankenhäuser läuft nur noch bis 2022.

Konkret sehen die Pläne für die Zusammenlegung vor, dass zwei Neubauten auf dem Gelände des Marienhofes im Rauental enstehen sollen, und zwar zwischen den beiden jetzigen Gebäuden. Ziel sei, dass keine Parkplätze wegfallen und auch "fast keine" Grünflächen im Park des Marienhofes. Das Brüderhaus in der Koblenzer Goldgrube soll erhalten bleiben und anders genutzt werden.

Der dreigeschossige Altbau des Brüderhauses in der Koblenzer Goldgrube steht unter Denkmalschutz.  (Foto: SWR)
Der dreigeschossige Altbau des Brüderhauses in der Koblenzer Goldgrube steht unter Denkmalschutz.

Alle Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben

Auch die rund 2.500 Arbeitsplätze in den beiden Koblenzer Krankenhäuser sollen bei der Zusammenlegung alle erhalten bleiben, so Jerôme Korn-Fourcarde. Das habe die Gesellschafterversammlung ausdrücklich beschlossen. Der Grund für die Pläne zur Zusammenlegung seien auch keine Sparmaßnahmen, sondern die Tatsache, dass das Land gerade mit dem Struktur-Fond hohe Förderungen für Krankenhäuser unterstütze. Deswegen sei der Moment für solche Projekte einfach ideal, so Korn-Fourcarde. 

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