Stetoskop auf Laptop (Foto: Imago, Panthermedia)

Unter anderem Neuwied und Hachenburg betroffen Cyber-Attacke beim DRK: Keine sensiblen Patientendaten erbeutet

Die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz sucht weiter nach den Tätern, die mit einer Schad-Software die Computer in elf Einrichtungen des DRK lahmgelegt haben. Die Täter sind nach Angaben der Ermittler nicht an Patientendaten gelangt.

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Bei der Software sei es ausschließlich um Erpressung gegangen, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft. Das Programm hatte die Computer so verschlüsselt, so dass sie nicht mehr benutzt werden konnten. Dann sei auf dem Bildschirm eine Lösegeld-Forderung über mehrere tausend Euro erschienen. Solch ein Erpresser-Programm sei nicht ungewöhnlich, so der Sprecher. Beim Deutschen Roten Kreuz habe es sich allerdings im ganzen Netzwerk ausgebreitet.

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Rund eine Woche lang konnten die Computer zum Beispiel in den Kliniken Neuwied, Altenkirchen oder Bad Neuenahr nicht benutzt werden. Der Geschäftsführer der DRK-Trägergesellschaft sagte, man habe die Rechner aller Kliniken und anderer Einrichtungen sicherheitshalber vom Netz genommen. In der Folge habe die Aufnahme von Patienten mit Bleistift, Kugelschreiber und Papier stattgefunden.

Größte Hacker-Attacke dieser Art in RLP

Die Hacker-Attacke in mehreren Krankenhäusern in Rheinland-Pfalz ist nach Einschätzung der Datenschutzbehörde die bisher größte dieser Art. Der Landesdatenschutzbeauftragte Dieter Kugelmann sagte, eine so umfangreiche Infizierung von Rechnern mit Schadsoftware habe es in Rheinland-Pfalz bisher noch nicht gegeben. Der Vorfall würde klar machen, dass beim Schutz der Krankenhäuser nachgebessert werden müsse.

Spezialisten konnten inzwischen alle Systeme retten. Lösegeld wurde nicht bezahlt, heißt es vom DRK. In den meisten Kliniken würden die Rechner wieder laufen.

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