Soldaten der Bundeswehr (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/Ulrich Baumgarten)

Urteil des Koblenzer Oberverwaltungsgerichts Kein Handschlag für Frauen: Soldat durfte entlassen werden

Ein Zeitsoldat weigert sich aus religiösen Gründen, Frauen die Hand zu geben. Deshalb wurde er von der Bundeswehr entlassen. Die Koblenzer Richter bestätigten nun die Entscheidung.

Damit hat das Oberverwaltungsgericht Koblenz die Klage eines Mannes abgewiesen, der zum Islam übergetreten war.

Die Richter am Koblenzer Oberverwaltungsgericht begründeten ihre Entscheidung unter anderem damit, dass es eine Hauptaufgabe der Soldaten sei, für die freiheitliche demokratische Grundordnung einzutreten. Das lasse sich nicht damit vereinen, Frauen den Handschlag zu verweigern.

Mangelnder Respekt gegenüber Kameradinnen

Die Entlassung aus der Bundeswehr beruhe auch nicht auf der "Vorverurteilung von Personen muslimischen Glaubens", wie es der Kläger dem Gericht zufolge dargestellt hatte. Zwar gebe es keine Vorschrift, die einen Handschlag als Begrüßung vorschreibe. Sein Verhalten zeige aber, dass der entlassene Soldat seine Kameradinnen nicht ausreichend respektiere. Und das wiederum gefährde den militärischen Zusammenhalt und die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr.

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