Demonstrierende Schüler auf dem Zentralplatz in Koblenz zur Fridays-for-Future Klimaschutzdemo (Foto: SWR)

Schulstreik gegen den Klimawandel Zweite "Fridays for Future"-Demo in Koblenz

Rund 200 Schüler haben in Koblenz für einen besseren Klimaschutz demonstriert. Unter dem Motto "Fridays for Future" schwänzten sie die Schule und gingen auf die Straße.

Der Protest hatte am Vormittag am Zentralplatz begonnen. Um 10 Uhr gab es eine Auftaktkundgebung. Danach zogen die Teilnehmer über den Münzplatz zum Hauptbahnhof. Dort gab es jeweils weitere Kundgebungen.

Schüler nehmen unentschuldigte Fehlstunden in Kauf

Für ihren Protest nähmen die Teilnehmer bewusst unentschuldigte Fehlzeiten im Unterricht in Kauf, betonte Mitorganisator Frederic Anschütz aus Winningen. Er verstehe die Schülerdemo als Streik und wenn Piloten streikten, täten sie das ja auch nicht in ihrer Freizeit. Unter die Demonstranten hatten sich auch Eltern und Erwachsene gemischt, die das Anliegen der Jugendlichen mittragen wollten.

Weniger Teilnehmer als erwartet

Ursprünglich hatten die Veranstalter mit bis zu 1.000 Teilnehmern gerechnet. Gekommen waren insgesamt etwa 200. Als Grund nannten die Organisatoren, dass viele Schüler schon in die Winterferien gefahren seien. Außerdem hätten Schuldirektoren im Vorfeld nochmals darauf hingewiesen, dass die Schüler durch die Teilnahme an der Demo unentschuldigte Fehlzeiten bekämen.

Vor zwei Wochen hatten in Koblenz zum ersten Mal Schüler und Studenten vor dem Rathaus für mehr Klimaschutz demonstriert. Insgesamt waren etwa 500 Teilnehmer dem Aufruf zum Streik gefolgt. Für die meisten bedeutete das unentschuldigte Fehlstunden auf dem Zeugnis.

Schwedin Greta Thunberg als Vorbild

Die Protestaktion ist Teil der weltweiten Demonstrationen für einen besseren Klimaschutz unter dem Motto "Fridays for Future". Die Proteste wurden von der schwedischen Schülerin Greta Thunberg initiiert. Seit Monaten schon setzt die 16-Jährige mit Schulstreiks ein Zeichen für stärkeren Klimaschutz.

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