Mittelrheintal (Foto: picture-alliance / dpa)

Mit Option für 2029 Zuschlag für Buga am Mittelrhein

Die Bundesgartenschau soll im Mittelrheintal stattfinden. Die Bundesgartenschaugesellschaft habe den Zuschlag gegeben, bestätigte eine Sprecherin dem SWR. Ob die Gartenschau 2031 oder 2029 kommt, ist noch offen.

Der Zuschlag für die Buga gilt für das Jahr 2031. Jedoch ist mit der Entscheidung die Möglichkeit verbunden, die Buga am Mittelrhein zwei Jahre vorzuziehen. Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) zeigte sich erfreut über den Beschluss. Jetzt müssen die Kommunen im Welterbegebiet darüber abstimmen, ob sie den früheren Termin annehmen.

Dauer

"So schnell haben wir mit einer Antwort nicht gerechnet", sagte der Landrat des Rhein-Lahn-Kreises und Chef des Zweckverbandes, Frank Puchtler. "Umso mehr freut uns, dass unser Konzept der Buga 2031 auf ganzer Linie überzeugen konnte."

Angebot kam überraschend

Eine Delegation der Bundesgartenschau hatte am Mittwochabend die Bewerbung des Oberen Mittelrheintals für die Buga 2031 entgegengenommen. Dabei hatten die möglichen Ausrichter das überraschende Angebot erhalten, die Buga schon 2029 auszurichten.

Der Vorstand der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz erklärte, dass man das schaffen könne, da man ohnehin zwei Jahre Puffer eingeplant habe. Es sei auch möglich, das Marketing-Konzept entsprechend anpassen.

München braucht wohl mehr Zeit

Hintergrund des Angebots der Buga-Gesellschaft ist nach Angaben der Rhein-Zeitung, dass der eigentliche Bewerber für 2029, die Stadt München, offenbar mehr Zeit zur Vorbereitung brauche als geplant.

Bustour durchs Mittelrheintal

Die Vertreter der Deutschen Bundesgartenschaugesellschaft hatten sich am Mittwoch selbst ein Bild vom Oberen Mittelrheintal gemacht. Die Delegation sah sich im Laufe des Tages mögliche Buga-Standorte an: unter anderem die Loreley bei St. Goarshausen, das Niederwalddenkmal in Rüdesheim und das Rheinufer in Bacharach.

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Die Buga soll sich auf einer Länge von 67 Kilometern zwischen Koblenz im Norden und Bingen und auf hessischer Seite Rüdesheim im Süden erstrecken. Die Kommunen hatten sich mit einer sehr großen Mehrheit für die Bewerbung ausgesprochen.

Mittelrheintal soll wieder Touristenmagnet werden

Eine 2017 vorgestellte Machbarkeitsstudie sieht ein Budget von 108 Millionen Euro vor, mit 1,8 Millionen Besuchern wird demnach gerechnet. "Unser Ziel ist es, dass für internationale Touristen der Besuch im Mittelrheintal so selbstverständlich ist wie ein Besuch am Brandenburger Tor oder im Heidelberger Schloss", sagte der Vater der Buga-2031-Idee, der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD).

Buga soll Welterbe-Tal moderner machen

Das Obere Mittelrheintal gilt mit der weltweit höchsten Burgendichte, Weinbergen und pittoresken Orten als einer der romantischsten Flussabschnitte Deutschlands. Es leidet aber unter Bahnlärm, teils veralteten touristischen Angeboten und Bevölkerungsschwund.

Laut Lewentz soll die Buga auf das Welterbe-Tal aufmerksam machen. Angestrebt würden eine Modernisierung der Verkehrswege, sichere Jobs für junge Menschen sowie eine Gastronomie und Hotellerie, "die uns für neue Gäste attraktiver machen".

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