Koblenz Atomwaffengegner bekommt milderes Urteil

Eineinhalb Jahre nach einer Protestaktion auf dem Militärstützpunkt Büchel in der Eifel hat ein Atomwaffengegner in einer Berufungsverhandlung in Koblenz ein milderes Urteil erreicht. Er war vor anderthalb Jahren auf das Militärgelände eingedrungen.
Nach dem Berufungsverfahren muss der Friedensaktivist aus Nordrhein-Westfalen jetzt nur noch eine Geldstrafe von 750 Euro zahlen. Das Amtsgericht Cochem hatte ihn in erster Instanz noch zu 1.200 Euro verurteilt.

Trotzdem kündigte der 69-Jährige am Mittwoch an, auch gegen das mildere Urteil in Revision zu gehen. Er hatte im Juli 2017 auf dem Fliegerhorst in Büchel nachts zwei Zäune durchtrennt und war auf den Luftwaffenstützpunkt vorgedrungen. Er berief sich vor dem Koblenzer Landgericht auf einen Notstand, denn er wolle Schaden von der Menschheit fernhalten: In Büchel sollen die letzten amerikanischen Atomsprengköpfe in Deutschland lagern.

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