Ein Landwirt presst Heuballen auf einem Feld (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Auswirkungen der Trockenheit Westerwälder Landwirte bangen um Viehfutter

Die Landwirte im Norden von Rheinland-Pfalz befürchten wegen der Trockenheit eine schlechtere Ernte als im Vorjahr. Wenn es nicht bald regnet, könnte auch das Viehfutter knapp werden.

Wegen der großen Trockenheit auf Wiesen und Feldern könne nicht genug Futter für das Vieh geerntet werden, heißt es vom Bauern-und Winzerverband Rheinland-Nassau. Zwei Mal hätten die Bauern bislang in diesem Jahr das Gras schneiden können. Doch sie bräuchten auch einen dritten und vierten Grünschnitt, damit das Viehfutter über den Winter reiche.

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Viehhalter im Westerwald schon letztes Jahr betroffen

Bereits im vergangenen Jahr hatte wegen der anhaltenden Dürre das Viehfutter im Westerwald und besonders rund um Altenkirchen nicht ausgereicht. Deshalb seien einige Viehhalter gezwungen gewesen, ihren Tierbestand zu verkleinern, heißt es vom Bauernverband. Außerdem hätten die Kühe wegen des schlechteren Futters - Stroh anstelle von Heu - weniger Milch gegeben. Auch das hätte Einbußen für die Milchbauern bedeutet.

Ökologische Vorrangflächen werden freigegeben

Die Landesregierung gibt nun wegen der aktuellen Trockenheit ab dem 16. Juli die sogenannten ökologischen Vorrangflächen frei, die normalerweise aus Naturschutzgründen nicht geschnitten werden dürfen. Nach Angaben des Bauernverbands ist das allerdings recht spät, denn auch auf diesen Flächen sei das Grün inzwischen oft zu trocken. Andere Bundesländer hatten die Flächen schon Anfang des Monats freigegeben.

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Mais und Zuckerrüben brauchen dringend Regen

Auch die Getreidebauern fürchten wegen der anhaltenden Trockenheit um ihre Ernte. Nach Angaben des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd ist die Ernte der Wintergerste zwar zufriedenstellend, die Erwartungen bei Winterweizen, Sommergerste, Roggen und Hafer aber gedämpft. Herbert Netter vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau hofft, dass es jetzt nicht regnet. Dies wäre schlecht für den Winterweizen. Was die Ernte von Mais, Kartoffeln und Zuckerrüben anbelangt, hänge deren Qualität vom Wetter in den kommenden Wochen ab. Mais brauche dringend Wasser, um die Kolben auszubilden, sagte Netter.

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